Von meiner Seite erstmal Hut ab und vielen Dank an Devid, hier die abgebrochene Diskussion noch mal aufzugreifen.
Ich erlebe diese Formen als eine absolut kultivierte Community! Das einigen Kollegen dann trotzdem die Hutschnur hochgeht ist für mich verstä ndlich. Wenn ich mein Geld mit Delphi verdienen müsste, könnte mir das angesichts der endlosen Geschichte zu den vielen halbgaren, hier diskutierten Features auch passieren.
Vieles in diesem Faden kann ich eindeutig unterstützen.
Es bleibt die Frage, wo Emba in fünf Jahren stehen will. Es könnte ja sein, das der Anspruch, für die wichtigsten Plattformen
das Entwicklungstool zu sein schon ausreichend ist, um sich mit Arbeit zuzuschütten, vor allen Dingen, wenn bei den unterstützten Systemen jedes Jahr ausreichend viel umgekrempelt wird.
Und da habe ich das Gefühl, die laufen dem Anspruch (wenn er denn da ist) deutlich hinterher. Auch weil sie noch viel Entwicklung in die eigene
IDE stecken müssten, um weiterhin attraktiv für Programmier zu sein. Ich bin hier seit D7 dabei (eine CD im ct'Magazin wars). Als ich mich dann später mit Berlin zum ersten mal mit FMX beschäftigt habe, war (und ist) das für mich ein gänzlich andere Arbeitsweise als mit der
VCL. Da fragt man sich dann schon, tu ich mir das an oder schaue ich mal bei anderen vorbei. Manchmal habe ich den Eindruck, da wird was mit viel Aufwand und um die Ecke denken drangebastelt, was aber nicht mehr zum bisherigen Konzept passt.
Es braucht mit Sicherheit mehr Power, um vieles nachzuholen und neues zu integrieren.
Wenn Emba für Delphi noch eine Zukunft sieht, müssen sie zum einen Gas geben bei der
IDE und zum anderen die Nutzer deutlich verjüngen.
Gleichzeitig müssen sie mit den großen Playern der Betriebssysteme konkurrieren, die natürlich den Background haben, die passenden Enwicklungsumgebungen kostenlos zu verteilen.
Ich kenne die Strategie und das Zeil bei Emba nicht, aber die kostenlose Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen für Schulen, Neueinsteiger etc. könnte sicherlich offensiver und nutzerfreundlicher sein. Da schafft man Barrieren, die heute nicht mehr zeitgemäß sind.
Was aber überhaupt nicht geht, ist das kleinlaute Weglassen von Programmfunktionen, die über Jahre (nicht nur) hier deutlich zu Kritik und dann auch wüsten Beschimpfungen geführt haben. Wenn sie ihre Kunden ernst nehmen, würden sie (nicht nur hier) mitlesen und dann wäre das most wanted feature nicht der ternary Operator sonder LSP, Refactoring, flüssiges debuggen unter Android oder iOS, oder, oder oder.
Und natürlich kann man das alles erklären, aber was es braucht ist eine klare Aussage: wir schaffen das, so schnell wie möglich, wir werden das kostenlos, auch für 12 und 11 nachliefern bis es, wie mal angekündigt funktioniert.
Davon lese ich überhaupt nichts.
Es kommen ja immer mal hier Themen vor, wo man sich wünscht, das die immer älter werdenden (durchaus netten) Herrn hier auch mal ernsthaft zu Baustellen in Ihrem Delphi Stellung nehmen. Es würde ihnen auf jeden Fall kein Zacken aus der Krone fallen, eher das Gegenteil: man würde sich jetzt nicht hier unterhalten, ob die 13 gerechtfertigt ist (was ich im übrigen auch so sehe, es ist eine 12.4)
Wir mich wirklich mal interessiert, ob hier einer außer Devid mitliest und sich die Roadmap dann ändert.
Bis dahin