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Zurück Delphi-PRAXiS Programmierung allgemein Win32/Win64 API (native code) Delphi Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

Ein Thema von CodeX · begonnen am 14. Aug 2015 · letzter Beitrag vom 23. Aug 2015
Antwort Antwort
Seite 1 von 2  1 2   
CodeX

Registriert seit: 30. Okt 2004
458 Beiträge
 
Delphi 10.3 Rio
 
#1

Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 15:12
Ich möchte gerne einen Menüpunkt aus dem Kontextmenü des Windows Explorers ausführen.
Nach einigem Hin und Her bin ich bei diesem Beitrag gelandet, der eine sehr gute Grundlage dafür bietet. Ich habe den Code etwas besser aufbereitet und nachfolgend eingefügt.

Was mir noch fehlt: Mit dem Code kann ich das gewünschte Kontextmenü anzeigen und manuell auf den Menüpunkt klicken, aber eigentlich möchte ich das ja gar nicht anzeigen. Das gefundene Menü soll unsichtbar bleiben. Stattdessen möchte ich dessen Items durchiterieren und die Aktion eines bestimmten Items ausführen.

Nach einigen Tests bin ich irgendwie ratlos, wie das gehen könnte. Kann mir dabei bitte jemand weiterhelfen?

Delphi-Quellcode:
unit Unit2;

interface

uses
  Windows, Messages, SysUtils, Variants, Classes, Graphics, Controls, Forms,
  Dialogs, StdCtrls,
  ComObj, ShlObj, ActiveX;

type
  TForm1 = class(TForm)
    Button1: TButton;
    procedure WndProc(var Message: TMessage); override;
    procedure FormCreate(Sender: TObject);
    procedure Button1Click(Sender: TObject);
  private
    { Private-Deklarationen }
  public
    { Public-Deklarationen }
  end;

var
  Form1: TForm1;
  aContextMenu: IContextMenu;
  aContextMenu2: IContextMenu2;

implementation

{$R *.dfm}

procedure TForm1.WndProc(var Message: TMessage);
begin
  case Message.Msg of
    WM_INITMENUPOPUP,
    WM_DRAWITEM,
    WM_MENUCHAR,
    WM_MEASUREITEM:
      if Assigned(aContextMenu2) then
      begin
        If (aContextMenu2.HandleMenuMsg(Message.Msg, Message.wParam, Message.lParam) <> NOERROR) then
          inherited WndProc(Message)
        else
          Message.Result := 0;
      end
      else
      inherited WndProc(Message);
  else
    inherited WndProc(Message);
  end;
end;

function SlashDirName(ADir: String): String;
var
  s: String;
  bRootDir: Boolean;
begin
  if ADir<>'then
  begin
    s := ADir;
    bRootDir := ((Length(s)=3) and (s[2]=':')) or (s='\');
    if not bRootDir then
      if s[Length(s)]<>'\then
        s:=s+'\';
    Result := s;
  end;
end;

function SHGetIDListFromPath(Path: TFileName; var ShellFolder: IShellFolder): PItemIDList;
var
  TempPath, NextDir: TFileName;
  SlashPos: Integer;
  Folder, subFolder: IShellFolder;
  PIDL, PIDLbase: PItemIDList;
  ParseStruct: TStrRet;
  ParseNAme: String;
  EList: IEnumIDList;
  DidGet: Cardinal;
  ScanParam: Integer;
begin
  SHGetDesktopFolder(Folder);
  SHGetSpecialFolderLocation(0, CSIDL_DRIVES, PIDLbase);

  OLECheck(Folder.BindToObject(PIDLbase, nil, IID_IShellFolder, Pointer(SubFolder)));
  TempPath := Path;
  NextDir:='';

  while Length(TempPath)>0 do
  begin
    SlashPos := Pos('\', TempPath);
    if SlashPos > 0 then
    begin
      if Pos(':', TempPath) > 0 then
        NextDir := Copy(TempPath, 1, 3)
      else
        NextDir := SlashDirName(NextDir) + Copy(TempPath, 1, SlashPos-1);
      TempPath := Copy(TempPath, SlashPos+1, Length(TempPath));
    end
    else
      begin
      if NextDir='then NextDir:=TempPath
        else NextDir := SlashDirName(NextDir)+TempPath;
      TempPath := '';
      end;
    PIDL := PidlBase;
    ScanParam := SHCONTF_FOLDERS or SHCONTF_INCLUDEHIDDEN;
    if (NextDir=Path) and (not DirectoryExists(Path)) then
      ScanParam := ScanParam or SHCONTF_NONFOLDERS;

    if S_OK=SubFolder.EnumObjects(0, ScanParam, EList) then
    begin
      while S_OK=EList.Next(1, pidl, DidGet) do
      begin
        OLECheck(SubFolder.GetDisplayNameOf(PIDL, SHGDN_FORPARSING, ParseStruct));
        case ParseStruct.uType of
          STRRET_CSTR: ParseName :=ParseStruct.cStr;
          STRRET_WSTR: ParseName :=WideCharToString(ParseStruct.pOleStr);
          STRRET_OFFSET: Parsename :=PChar(DWORD(Pidl)+ParseStruct.uOffset);
        end;
        if UpperCase(Parsename)=UpperCase(NextDir) then
          Break;
      end
    end
    else
    begin
      Folder := nil;
      Result := nil;
      Exit;
    end;

    if DidGet=0 then
    begin
      Folder := nil;
      Result := nil;
      Exit;
    end;
    PIDLBase := PIDL;
    Folder := subFolder;

    if not FileExists(NextDir) then
      OLECheck(Folder.BindToObject(Pidl, nil, IID_IShellFolder, Pointer(SubFolder)));
  end;
  ShellFolder := Folder;
  if ShellFolder = nil then
    Result := nil
  else
    Result := PIDL;
end;

procedure ContextMenuForFile(FileName: TFileName; X, Y: Integer; Handle: HWND);
var
  aPrgOut: Pointer;
  aPopup: HMENU;
  aCmd: Integer;
  aCmdInfo: TCMInvokeCommandInfo;
  PIDL: PItemIDList;
  ShellFolder: IShellFolder;
begin
  PIDL := SHGetIDListFromPath(FileName, ShellFolder);
  if not Assigned(PIDL) then
    Exit;
  aPrgOut := nil;
  OLECheck(ShellFolder.GetUIObjectOf(0, 1, PIDL, IID_IContextMenu, aPrgOut, Pointer(aContextMenu)));


  // Ab hier wird das Kontextmenü zusammengebaut und angezeigt
  // Stattdessen:
  // 1. Menüpunkte iterieren und gewünschten Eintrag erkennen (Text? ID?)
  // 2. Dessen Aktion ausführen

  aPopup := CreatePopUpMenu;
  if aPopup=0 then
    Exit;
  try
    OLECheck(aContextMenu.QueryContextMenu(aPopup, 0, 1, $7FFF, CMF_EXPLORE or CMF_CANRENAME));
    OLECheck(aContextMenu.QueryInterface(IID_IContextMenu2, aContextMenu2)); //To handle submenus.
    try
      aCmd := Integer(TrackPopupMenu(aPopup, TPM_LEFTALIGN or TPM_LEFTBUTTON or TPM_RIGHTBUTTON or TPM_RETURNCMD, X, Y, 0, Handle, nil));
      if aCmd<>0 then
      begin
        FillChar(aCmdInfo, Sizeof(aCmdInfo), 0);
        with aCmdInfo do
        begin
          cbSize := SizeOf(TCMInvokeCommandInfo);
          lpVerb := PAnsiChar(MakeIntResource(aCmd-1));
          nShow := SW_SHOWNORMAL;
        end;
        try
          aContextMenu.InvokeCommand(aCmdInfo);
        except
        end;
      end;
    finally
      aContextMenu2 := nil;
    end;
  finally
    DestroyMenu(aPopup);
  end;
end;

procedure TForm1.Button1Click(Sender: TObject);
begin
  ContextMenuForFile('C:\', 100, 100, Application.Handle);
end;

procedure TForm1.FormCreate(Sender: TObject);
begin
  aContextMenu2 := nil;
end;


end.
Nur Delphi schafft es, einem ein Lächeln zu schenken, wenn man sich beim Schreiben von := vertippt und stattdessen ein :) erscheint.
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Sir Rufo

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#2

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 15:47
Oder mit anderen Worten gesagt:

Du möchtest gar nicht das Kontext-Menü, sondern nur den Inhalt (also die Aktionen) und dir daraus eine aussuchen und ausführen, so als ob diese über das Kontextmenü ausgelöst worden wäre.

So in etwa richtig?
Kaum macht man's richtig - schon funktioniert's
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CodeX

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#3

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 15:51
Korrekt!

Aber um an diese Aktionen zu kommen, brauche ich ja erst das Kontextmenü, oder? Zumindest war das mein Gedankengang...
Nur Delphi schafft es, einem ein Lächeln zu schenken, wenn man sich beim Schreiben von := vertippt und stattdessen ein :) erscheint.
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#4

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 16:01
Die Informationen, wie und wo was warum angezeigt/aufgerufen wird liegt zum einen Teil in der Registry.

Was für einen Menü-Eintrag - was für einen Aktion - soll denn ausgeführt werden? Meistens gibt es einen ganz anderen Weg dahin.
Kaum macht man's richtig - schon funktioniert's
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#5

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 16:10
Hm, ich glaube, das würde hier zu weit weg von dem eigentlichen Wunsch wegführen. Das, was ich hier anfrage bzw. vorhabe, ist bereits mein letzter Stohhalm. Der normale API-Weg funktioniert in einer bestimmten Konstellation nur fehlerhaft. Über das Kontextmenü des Explorers geht es allerdings. Das Problem ist hier bereits durch mehrere Hände gegangen und es gibt dazu auch Diskussionen bei MSDN, die zu keiner Lösung führen.

Es wird also definitiv nur über einen Workaround führen und mit dem hier beschriebenen Weg, sehe ich die Möglichkeit für einen solchen Workaround.

Edit: Wenn es dich wirklich interessiert, beschreibe ich Dir das Problem gerne per PM bzw. sende Links dazu. Ich befürchte einfach, wenn ich das hier beschreibe, geht die eigentliche Frage komplett unter.
Nur Delphi schafft es, einem ein Lächeln zu schenken, wenn man sich beim Schreiben von := vertippt und stattdessen ein :) erscheint.

Geändert von CodeX (14. Aug 2015 um 16:14 Uhr)
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#6

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 16:45
Was soll der Code denn eigentlich machen? Ich werde aus der riesen Prozedur nicht so ganz schlau? Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur über das Kontext Menü des Explorers gescheit funktionieren soll.
Michael
Ein Teil meines Codes würde euch verunsichern.
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CodeX

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#7

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 16:52
Was soll der Code denn eigentlich machen? Ich werde aus der riesen Prozedur nicht so ganz schlau?
Der Code ist ein vollständiges Programm. Wenn Du ein neues Projekt anlegst, den Code einfügst und den einen Aufruf einem Button hinzufügst, kannst Du beim Klick auf den Button das Kontextmenü öffnen, als hättest Du gerade einen Rechtsklick auf eine Datei oder ein Laufwerk im Explorer durchgeführt. In dem Fall wäre es das Kontextmenü von C:
Nur Delphi schafft es, einem ein Lächeln zu schenken, wenn man sich beim Schreiben von := vertippt und stattdessen ein :) erscheint.
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#8

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 18:18
Da ich mit der Materie nicht so vertraut bin, habe ich mal bei MSDN nachgeschaut:
Zitat:
Methods

The IContextMenu interface has these methods.


Method

Description

GetCommandString
Gets information about a shortcut menu command, including the help string and the language-independent, or canonical, name for the command.

InvokeCommand
Carries out the command associated with a shortcut menu item.

QueryContextMenu
Adds commands to a shortcut menu.


Das InvokeCommand sollte doch sein was Du willst? oder hab ich das falsch verstanden?

Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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#9

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 19:55
Der Code ist ein vollständiges Programm. Wenn Du ein neues Projekt anlegst, den Code einfügst und den einen Aufruf einem Button hinzufügst, kannst Du beim Klick auf den Button das Kontextmenü öffnen, als hättest Du gerade einen Rechtsklick auf eine Datei oder ein Laufwerk im Explorer durchgeführt. In dem Fall wäre es das Kontextmenü von C:
Ja das habe ich verstanden. Aber letztendlich soll doch was passieren und zwar mehr als nur das Kontextmenü aufklappen zu lassen.
Michael
Ein Teil meines Codes würde euch verunsichern.
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CodeX

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#10

AW: Explorer-Kontextmenüpunkt unsichtbar ausführen

  Alt 14. Aug 2015, 22:33
Das InvokeCommand sollte doch sein was Du willst? oder hab ich das falsch verstanden?
Ja, das stimmt schon. Aber ich muss zugeben, dass ich diese Shell-Programmierung teilweise nicht so ganz verstehe. Deshalb komme ich leider auch nicht drauf, wie ich von dem IContextMenu das gewünschte Item zum Ausführen finde.

Nach OLECheck(ShellFolder.GetUIObjectOf(0, 1, PIDL, IID_IContextMenu, aPrgOut, Pointer(aContextMenu))); ist das Kontextmenü in aContextMenu drin. Aber nun muss ich da noch irgendie durchiterieren und den gewünschten Eintrag finden (anhand vom Text oder irgendeiner ID). Danach kann ich das ausführen.

Aber letztendlich soll doch was passieren und zwar mehr als nur das Kontextmenü aufklappen zu lassen.
Wie gesagt: Nur finden, nicht aufklappen. Dann einen Eintrag davon ausführen. Genau so als hätte man das händisch getan.
Nur Delphi schafft es, einem ein Lächeln zu schenken, wenn man sich beim Schreiben von := vertippt und stattdessen ein :) erscheint.
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