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Win32.API 28. Aug 2010 14:08

Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
Hallo,

da ich in den nächsten Tage mein Laptop neu aufsetzen möchte, würden ich mich hier über Eure Erfahrungen, Meinungen und Anregungen freuen.

Ich habe vor, Teile meiner Arbeitsumgebung in eine VM auszulagern. Auf dem Host-System sollen lediglich ein paar Anwendungen laufen.

Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit so einer Lösung? Ich erhoffe mir dadurch langfristig einen Performance zuwachs zubekommen, da das System nicht verstopft wird. Lediglich die VM wird eventuell etwas langsamer, hier helfen aber Snapshots, welche die VM wieder in einen älteren Zustand versetzen können.

Wie viel Leistung zieht eine VM? Da das ganze auf einem Laptop laufen soll ist die Performance = Akkulaufzeit auch nicht zu verachten.

"Dauerkandidaten" die auf dem Host-System laufen:
  • Antiviren Software + Firewall
  • Browser
  • Office Software
  • Entwicklungs Umgebungen

In der VM sollen dann Anwendungen laufen, die man nur einmal bzw. manchmal braucht - Weil wer kennt es nicht, nach einem halben Jahr hat man soviel Software installiert, die man eigentlich gar nicht mehr benötigt.

Eine andere Frage ist, ob man in der VM auch noch Antiviren Software und eine Firewall benötigt.

Danke für Eure Antworten - Grüße, Win32.API

Bernerbaer 28. Aug 2010 16:54

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
Ich arbeite seit Jahren mit VM und habe nur positive Erfahrungen gemacht. Dabei habe ich jedoch einen etwas anderen Ansatz als den du zu gehen planst. Ich habe das was ich täglich brauche in einer VM.

Hauptgrund für mich ist die Programmierumgebung. Bei jedem Update von Delphi, oder der Installation von neuen Komponenten erstelle ich ein Backup der alten VM. Somit habe ich nie Probleme bei der Wartung von alten Projekten. Nicht immer macht es Sinn, ein komplettes Projekt auf die neuste Programmierumgebung anzupassen (zb Unicode). Somit kann ich auch über Jahre gewährleisten, dass ich Projekte von Kunden rasch und kostengünstig warten kann. So habe ich zb noch Win98 VM mit delphi 3.0 im Einsatz, welche ich ab und zu benötige um Software in einer Sägerei anzupassen (ja da läuft tatsächlich noch ein Win98 Rechner als Steuergerät für eine Maschine)

himitsu 28. Aug 2010 17:11

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
OK, ich hab zwar alles im Hauptsystem, aber ich hab mir VMs verschiedener OS und auch eine VM mit je einer "sauberen" Installation meiner Delphis, also ohne Fremdkomponenten und Co.
So kann man immer mal "unsichere" Programme ausführen und auch mal schnell prüfen ob das Programm auch in der jeweiligen Umgebung läuft.
bzw. falls im im Hauptsystem mal nix läuft, dann hat man immernoch eine VM als Ersatz.

rollstuhlfahrer 28. Aug 2010 17:41

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
nein, in einer VM braucht man keinen Virenscanner und auch keine Firewall. Die Firewall hast du ja schon auf dem Hostsystem, genauso wie den Virenscanner. Neuerdings prüfen die Viren, ob sie in einer virtuellen Umgebung laufen. Je besser sie das erkennen, desto besser. Denn dann stellen sich die Viren quasi-tot und machen nichts. Hast du wirklich mal Virenbefall in einer VM, einfach auf das letzte Backup wechseln und fertig.
Die VM sorgt dafür, dass alle Viren und Trojaner auch schön drinnen bleiben und nicht den Host gleich noch mit einen Schnupfen verpassen. (Allerdings gibt es hin und wieder auch bei VMs kritische Sicherheitslücken, die dann auch netterweise geschlossen werden. Viren können also, wenn sie wollen und es drauf haben, auch sich aus einer VM rausmogeln, kommt aber nicht besonders häufig vor)
Die Videoleistung einer VM ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Willst du HD-Filme schauen, wirst du das schon auf dem Host-System machen müssen, wenn du nicht nur an jeder 5. Frame interessiert bist. 3D-Spiele und VM sind auch nicht so der Bringer. Diese wirst du auch auf dem Host-Rechner spielen müssen.
Und noch ein Tipp meinerseits: Bei mir lagern die Daten außerhalb der VM auf dem Dateisystem des Host-Rechners. So muss man auch nicht mal die Festplatte des Gastes mounten um an die Daten ran zu kommen, wenn die VM gerade mal nicht läuft (Ist eine Sicherheitslücke, aber bei einem unixoiden Hostsystem nicht sonderlich schlimm).

Bernhard

himitsu 28. Aug 2010 17:46

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
Mit der FireWall würde ich so nicht zustimmen.

Wenn man Programmabhängig und nicht nur Port-/Ziel-/Datenabhängig sperren möchte, dann muß man auch (zusätzlich) in der VM eine FireWall haben.

Wenn du im HostSystem eine FireWall hast, dann ist das aus Sicht der VM so, als wenn man z.B. nur eine Hardware-Firewall im Router hätte.
Und sowas weiß nicht welches Programm da ins Internett will.

Und wenn die VM als "Hauptsystem" genutzt werden soll (also z.B. nicht täglich/regelmäßig zurückgesetzt wird), dann kann ein Virenscanner innerhalb der VM ebenfalls nicht schaden, da die der AVScanner im Host erstmal nur den Trafic der VM scannen kann. Und dem AVScanner im Host ständig das (komplette) VM-Image scannen zu lassen ist nicht unbedingt optimal.

Lemmy 28. Aug 2010 20:21

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
Hi,

Hostsystem: Linux
Gastsystem Windows, mit Entwicklungsumgebung und noch 1-2 Tools auf die ich nicht verzcihten kann. Office nur dann wenn es unbedingt sein muss. Und selbstverständlich Virenscanner und Firewall(Windows), außer es gibt KEINEN Zugriff auf Hostsystem und Internet.

Die VM kann ich einfach kopieren und das Hostsystem innerhalb ein bis zwei Stunden komplett neu aufsetzen. Performance ist unkritisch, gut ich habe auch ausreichend Hauptspeicher.

Zudem ist ne VM wesentlich besser als ein HDD-Image, denn das Ding läuft auch auf einem anderen Betriebssystem und auf einem anderen PC als Gast...

Grüße

cookie22 29. Aug 2010 02:45

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
welche VMs benutzt ihr? VBbox oder VMware?

sx2008 29. Aug 2010 07:30

AW: Arbeitsumgebung teilweise in VM auslagern
 
Zitat:

Zitat von Win32.API (Beitrag 1045717)
Ich habe vor, Teile meiner Arbeitsumgebung in eine VM auszulagern. Auf dem Host-System sollen lediglich ein paar Anwendungen laufen.
... Ich erhoffe mir dadurch langfristig einen Performance zuwachs zubekommen, da das System nicht verstopft wird.

Für deine Absicht ist eine Sandbox viel besser geeignet als eine VM.
Programme in einer Sandbox laufen mit nahezu 100% Geschwindigkeit im Gegensatz zu VMs, die durchaus mal 50% der Leistung für sich selbst benötigen.
Ausserdem ist die zusätzliche Belastung des Speichers viel geringer als bei VMs.
Es ist kein Problem 10 verschiedene Sandboxen gleichzeitig laufen zu lassen (versuch' das mal mit 10 VMs!).

In einer Sandbox könntest du z.B. irgendwelche Trial-Software installieren und testen.
Sämtliche Spuren der Software im Dateisystem und der Registry können mit einem Mausklick vollständig entfernt werden.
Allerdings könnten Viren aus einer Sandbox ausbrechen und auch das Hauptsystem befallen; hier ist eine VM deutlich sicherer.

Die bekannteste Software ist Sandboxie.
Also wenn ich Microsoft wäre, dann würde ich die Sandboxie sofort aufkaufen.


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