Delphi-PRAXiS
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Popov 16. Mai 2012 22:40

Aktuelle Politik
 
Ich weiß nicht ob es bereits so ein Thread gibt oder ob es nicht erwünscht ist. Ich würde es verstehen, denn kaum irgendwo prallen Meinungen so aufeinander. Wenn es also nicht genehm ist, dann weg damit.

Schon gesehen: http://www.tagesschau.de/multimedia/...eo1116194.html ?

Merkel schmeißt Röttgen raus. Ein Minister wird gefeuert, nicht irgendwie nebenbei um Zuge einer Umstrukturierung, auch bekommt er nicht die Möglichkeit aus persönlichen Gründen zurückzutreten, nein, einfach Bamm, du bist gefeuert. Schon mal so eine Machtdemonstration erlebt? Du hast mir an den Karren gepisst, du bist raus. Das war doch eine Botschaft an die ganze Welt, den Boss greift man nicht an. So schnell legt sich keiner in den nächsten Monaten wieder mit der Merkel an.

implementation 16. Mai 2012 22:50

AW: Aktuelle Politik
 
Tjoa, der wird ihr nicht mehr gefährlich als Kanzlerkandidat :wink:
Wulff zum Präsidenten befördert (ja, ist er nicht mehr, wissen wir alle), Röttgen gefeuert... Die Konkurrenz wird gnadenlos ausgeschaltet. Wer auch immer Merkel noch gefährlich sein könnte, er sollte sich warm anziehen. :lol:

Namenloser 16. Mai 2012 23:06

AW: Aktuelle Politik
 
Lustig, vor ein paar Tagen sagte sie doch noch, die Wahlniederlage hätte doch nichts mit dem Amt zu tun und so. Wendehals Merkel wieder in Aktion. Interessant vor allem deshalb, weil Guttenbergs erschwindelter Doktor-Titel ja laut Merkel auch „nichts mit seinem Amt“ zu tun hatte – den hat sie aber nicht gefeuert. Beliebtheit beim Bild-Volk hat also offensichtlich einen höheren Stellenwert als Integrität für die Tragbarkeit als Minister... naja, wer hätte es gedacht... :roll:

Btw: Politik-Threads sind von Daniel eigentlich nie erwünscht... :wink:

jaenicke 16. Mai 2012 23:10

AW: Aktuelle Politik
 
Kommt halt vor, dass ein Minister entlassen wird, wenn auch nicht so häufig. Das letzte Mal war ja wohl Schröder gegen Scharping.

Im Grunde hat es mich ohnehin gewundert, dass er sich noch nach der Wahl so "lange" halten konnte. ;-) Und wenn man sich mal so anschaut was in seiner Zeit als Umweltminister passiert ist bzw. vor allem was alles nicht passiert ist, finde ich das auch ganz gut so. Wobei der nächste allerdings vermutlich auch nicht viel mehr leisten wird... aber das sieht man dann ja...

Popov 16. Mai 2012 23:14

AW: Aktuelle Politik
 
Ich weiß zwar nicht wie sich das hinter den Türen abgespielt hat, aber ich schätze in etwa so: http://www.southpark.de/clips/sp_vid_153470/

Rülps 18. Mai 2012 12:21

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Popov (Beitrag 1166859)
(..) Merkel schmeißt Röttgen raus. Ein Minister wird gefeuert, nicht irgendwie nebenbei um Zuge einer Umstrukturierung, auch bekommt er nicht die Möglichkeit aus persönlichen Gründen zurückzutreten, nein, einfach Bamm, du bist gefeuert. (..)

Jetzt verstehe ich den Slogan "Spiegel Leser wissen mehr": *klick*

Zitat:

Zitat von Spiegel Online
(..) Sie legt Röttgen, dem einstigen Musterschüler der CDU, den Rücktritt nahe. Aber Röttgen will weitermachen. Und er geht zum Gegenangriff über: Laut "Rheinischer Post" beklagt er sich bei der Kanzlerin darüber, dass sie ihn nicht ausreichend gegen die Angriffe von CSU-Chef Horst Seehofer verteidigt.(..)

Euer Muttis Klügster #2

schöni 18. Mai 2012 13:02

AW: Aktuelle Politik
 
Musste Röttgen gehen, weil er mit dem Atomausstieg ernst gemacht hat? Eine der Spiegel-Lesermeinungen deutet darauf hin.

jaenicke 18. Mai 2012 13:50

AW: Aktuelle Politik
 
Wenn er es nicht gemacht hätte, hätte Frau Merkel wegen des öffentlichen Drucks irgendwann gehen müssen, und das ist hier denke ich auch klar. Insofern glaube ich an diese Begründung nicht...

jobo 18. Mai 2012 13:53

AW: Aktuelle Politik
 
Ich finde es recht plausibel, dass Röttgen zu "grün" war.
Wenn er in NRW gewonnen hätte (oder geblieben wäre), wäre sie ihn los gewesen.
Dass ihr UTurn in der Atompolitik in der "klassischen" Energiewirtschaft nicht so gut angekommen ist, sieht man ja z.B. an den Kürzungsarien bei Solar.
Sie braucht also für diese "große Herausforderung" wohl jemand, der mehr auf ihrer Linie ist.
Würde mich nicht wundern, wenn die "Wutrede" von HS sogar abgestimmt war. Dafür hat er jetzt einen gut und wir schaun mal, wie sie sich revanchiert....

p80286 18. Mai 2012 14:39

AW: Aktuelle Politik
 
Herr Röttgen ist schon nicht schlecht:
Zitat:

„Ich meine, ich müsste eigentlich dann Ministerpräsident werden, aber bedauerlicherweise entscheidet nicht allein die CDU darüber, sondern die Wähler entscheiden darüber.“
Auch wenn alle führenden Funktionäre aller Parteien so denken, es zu sagen ist schon ein echter Faupax. Was seinen Rausschmiss angeht, wenn die Informationen stimmen die in beinahe jeder Zeitung auftauchen, dann wußte er Dienstag, das seine Zeit abgelaufen war. Vielleicht hat er die entsprechenden Hinweise auch nicht verstanden und ist darum nicht von sich aus zurück getreten, wie dem auch sei ich würde sagen: "Stresstest Wahlen nicht bestanden, zurück woher du kamst".

Gruß
K-H

schöni 18. Mai 2012 16:27

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1167097)
Wenn er es nicht gemacht hätte, hätte Frau Merkel wegen des öffentlichen Drucks irgendwann gehen müssen, und das ist hier denke ich auch klar. Insofern glaube ich an diese Begründung nicht...

Hmmm, klingt plausibel. Aber weshalb dann?

Aus dem Spiegel Artikel werde ich diesbezüglich nicht schlau.

.

Namenloser 18. Mai 2012 18:13

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von jobo (Beitrag 1167098)
Ich finde es recht plausibel, dass Röttgen zu "grün" war.

Glaube ich nicht. Merkel versucht traditionell, sich alle Optionen offenzuhalten, und da wäre „eine grüne Schnittstelle“ gar nicht mal unpraktisch, zumal der bisherige Koalitionspartner FDP ja deutlich geschwächt ist (ok, in NRW haben sie den Einzug wieder geschafft, aber vermutlich vor allem durch frustrierte CDU-Wähler). Ich denke eher, dass sie sich mit Seehofer und der CSU nicht anlegen wollte – Röttgen zu feuern war da im Zweifelsfalle das kleinere Übel, weil er nach dieser Wahl eh wenig Rückhalt hatte.

Popov 18. Mai 2012 19:18

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von jobo (Beitrag 1167098)
Sie braucht ... wohl jemand, der mehr auf ihrer Linie ist.

Was haben wir in der Schule gelernt? Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik. Das ist wie in jedem Arbeitsverhältnis, man kann auch dem Chef eine Zeitlang ans Bein pinkeln, aber man darf nie vergessen, es ist und bleibt der Chef mit all seiner Macht.

implementation 19. Mai 2012 13:18

AW: Aktuelle Politik
 
Was sagt ihr denn zum Versammlungsverbot in Bankfurt? Gerechtfertigt oder inakzeptabler Grundrechtentzug?

jaenicke 19. Mai 2012 13:59

AW: Aktuelle Politik
 
Vom Prinzip her ist die Versammlungsfreiheit zwar wichtig. Allerdings wird dieses Recht auch oft für Rangeleien mit der Polizei missbraucht.

Da ich diesen Fall nicht verfolgt habe, erlaube ich mir auch kein Urteil speziell darüber. Insgesamt finde ich das Vorgehen bei ausufernden Demonstrationen aber eher zu lasch. Wer friedlich und gesittet demonstriert, muss das auch dürfen.
Aber wer sich irgendwo festkettet oder gewalttätig wird, wird im Moment viel zu lasch betraft. Die entsprechenden Täter lachen sich doch im Moment krumm und fahren zur nächsten Demo... und die Kosten trägt der Steuerzahler...

Leider hat man bei vielen solcher Demos eher den Eindruck, dass die Randale vielen Teilnehmern wichtiger sind als das worum es in der Demo geht. Und das schadet nur dem Thema, um das es bei der Demo eigentlich ging.

Namenloser 19. Mai 2012 18:43

AW: Aktuelle Politik
 
Geht mir ähnlich.

Bei Occupy im Speziellen habe ich den Eindruck, dass es sich, neben ein paar Radikalen aus allen Richtungen, hauptsächlich um eigentlich unpolitische Leute handelt, die irgendwie diffus mit „dem System“ unzufrieden sind und jetzt ihren Frust ausleben, aber selbst gar nicht so genau wissen, wogegen sie eigentlich demonstrieren.

Furtbichler 20. Mai 2012 09:04

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1167249)
Aber wer sich irgendwo festkettet oder gewalttätig wird,

Wunderbar: Alle über einen Kamm scheren und schön pauschalisieren.
Zitat:

wird im Moment viel zu lasch betraft.
Du solltest die laschen Strafen mal im Vergleich zu anderen Straftaten beurteilen.
Landfriedensbruch: max. 3 Jahre.
Körperverletzung: max 5 Jahre.
Polizeiliche ausufernde Gewalt gegenüber Unschuldigen: Freispruch.

Wohin so ein Ansatz ('strafen zu lasch, so gehts nicht') führen könnte, zeigt gerade Kanada. Dort verlangen Politiker, die Bürgerrechte zu beschneiden, weil Studenten demonstrieren.

Ich persönlich weiss jetzt nicht so richtig, wie ich 'festketten' als großartigen und viel zu lasch bestraften Tatbestand ansehen soll. Du müsstest mir auch noch erklären, weshalb jemand, der auf diese, auf jeden Fall friedliche, Art auf Misstände aufmerksam macht, von Dir in einen Topf mit -sagen wir- Drogendealern, Schlägern und von mir aus Steinewerfern geschmissen werden soll. :gruebel:

Mir persönlich ist es lieber, das die Gesetze durch nicht gewalttätige Demonstrationen bis an ihre Grenze ausgereizt werden, als durch Wirtschaftskriminelle, wie z.B. Banken, Steuerbetrüger etc., die uns alle beklauen und sich ins Fäustchen lachen, weil sie die Politiker an den Eiern haben. Ganz ehrlich: Lieber so einem eins aufs Maul hauen, als einen Festketter abstrafen.

Ich habe auch kein Problem, wenn es im Zuge einer dilletantisch durchgeführten Räumung durch die Polizei zu Auseinandersetzungen kommt. Ich wohne wie Du in Berlin und kenne die Maidemos in und auswendig und weiss also, wovon ich rede.

Eins darf es jedoch niemals geben: Angriffe auf körperliche Unversehrtheit.

Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167270)
Bei Occupy im Speziellen habe ich den Eindruck, dass es sich, neben ein paar Radikalen aus allen Richtungen, hauptsächlich um eigentlich unpolitische Leute handelt, die irgendwie diffus mit „dem System“ unzufrieden sind und jetzt ihren Frust ausleben, aber selbst gar nicht so genau wissen, wogegen sie eigentlich demonstrieren.

Das glaube ich nicht. Sie demonstrieren gegen die Allmacht der Banken, gegen die Ungerechtigkeit, mit der Banken ihren Wuchergeschäften nachgehen, gegen die Tatsache, das das Bankwesen inzwischen die Welt regiert, wie man sieht.

Vielleicht liest Du erstmal ein wenig, bevor Du deinen "Eindruck" äußerst.

jaenicke 20. Mai 2012 09:41

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167307)
Ich persönlich weiss jetzt nicht so richtig, wie ich 'festketten' als großartigen und viel zu lasch bestraften Tatbestand ansehen soll. Du müsstest mir auch noch erklären, weshalb jemand, der auf diese, auf jeden Fall friedliche, Art auf Misstände aufmerksam macht, von Dir in einen Topf mit -sagen wir- Drogendealern, Schlägern und von mir aus Steinewerfern geschmissen werden soll. :gruebel:

Nicht in den selben Topf, aber trotzdem finde ich nicht, dass es ausreicht dort auf Schadensersatz zu klagen, wie es (soweit ich das aus der Presse sehe) offenbar oft passiert.

Jedenfalls erreichen diejenigen bei mir das exakte Gegenteil als sie (vermutlich) denken. Denn das bringt mich eher dazu die Proteste für ungerechtfertigt zu halten. Schließlich wird dadurch absolut nichts bewirkt als riesige Kosten und z.B. Verzögerungen. Der Sache wird dadurch aber eher geschadet, insbesondere was das Image angeht.

Denn ich zumindest kann das nicht als ernsthaften Protest werten, eher als bockig werden wie ein kleines Kind. "Ich erreiche nicht genug, also mache ich einfach mal was ich für richtig halte, egal wie die Gesetze aussehen." Das ist jetzt auch nicht so ganz die passende Beschreibung, aber es geht in die Richtung was ich von sowas halte.

Und auch wenn das auf einer ganz anderen Stelle der Skala ist:
Es ist nun einmal eine Eskalation des Protestes. Die Argumente bleiben dabei auf der Strecke... genau wie bei denjenigen, die Gewalt ausüben.

Auf mich wirkt das so:
"Ich bin dagegen, aber Argumente habe ich nicht wirklich, also kette ich mich mal fest, damit zumindest jemandem (z.B. wirtschaftlich) geschadet wird."
Sorry, kann ich in keinster Weise gut heißen. Gewalt natürlich noch weniger, aber das rechtfertigt das dennoch nicht.

Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167307)
Mir persönlich ist es lieber, das die Gesetze durch nicht gewalttätige Demonstrationen bis an ihre Grenze ausgereizt werden

Festketten ist über die Grenze drüber, das meinte ich mit zu lascher juristischer Verfolgung.

Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167307)
als durch Wirtschaftskriminelle, wie z.B. Banken, Steuerbetrüger etc., die uns alle beklauen und sich ins Fäustchen lachen, weil sie die Politiker an den Eiern haben.

Das wird durch solche Aktionen aber eher noch schlimmer...
Schließlich fehlen alleine dadurch schon etliche Millionen des Etats, der bei der Polizei eh schon ständig gekürzt wird.

MrSpock 20. Mai 2012 10:16

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von jobo (Beitrag 1167098)
Ich finde es recht plausibel, dass Röttgen zu "grün" war.
.

Mich hat an Röttgen gestört, dass er die Kosten der Energiewende runterspielt und uns damit für dumm verkauft. Wenn 3500 km Stromleitungen gebaut werden müssen, im letzten Jahr mehr als 7500 MW Photovoltaik zugebaut wurde, dringend in Speichertechnologien investiert werden muss, dann dürften 0,1 bis 0,9 Cent pro kWh wohl nicht reichen. In der WELT habe ich letzten 75% bis 2020 gelesen, dass ist bestimmt deutlich realistischer. Ob das jetzt zu "Grün" war, möchte ich mit ja beantworten. :wink:

Furtbichler 20. Mai 2012 10:22

AW: Aktuelle Politik
 
Solche Aktionen bringen eine Gesellschaft erst dazu, nachzudenken.
Die Studentenproteste der 68er haben die verkrustete Nachkriegsmentalität aufgeweicht.
Die Anti-AKW-Bewegung führte zum Umdenken im Umweltbewustsein.
Die Montags-Demos haben die DDR begraben
Stuttgart-21 (auch wenn es grotesk wurde) führte dazu, das sich als Politiker nicht alles erlauben kann.
Mai-Demos führten zum Umdenken im Umgang mit Demonstranten.
Occupy führt hoffentlich zum Umdenken im Umgang mit Geld, Banken und Kapital an sich.

Wie Du siehst, führen laute Demonstrationen dazu, das sich etwas bewegt. Die fehlende Gewalttätigkeit ist ja gerade der Trick der Occupy-Demos: Da beißt sich die Polizei die Zähne dran aus.

Du solltest dich nicht zum Lemming der Rechtsaußenhetzer machen, indem Du ähnlich wie diese, der Occupybewegung pauschal Gewaltbereitschaft unterstellst.

Es ist meiner Meinung nach zu verkraften und einer starken Gesellschaft zuzumuten, wenn der Staat hier ein Äuglein zudrückt und die Demonstranten nicht so hart angeht, schließlich werden die Banken ja auch mit Samthandschuhen angefasst, auch wenn sie gerade 1000 Mrd verzockt haben und eigentlich in den Ausguss der Geschichte gehören.

Zitat:

Zitat von MrSpock (Beitrag 1167314)
..und uns damit für dumm verkauft..

Ach komm. Bisher haben uns sowohl Befürworter als auch Gegner des Austiegs verarscht. Erst hieß es, die Lichter würden ausgehen, dann müssen wir plötzlich Strom importieren, dann hieß es, das alles ganz billig wird. Nichts von dem ist wahr.

Ich persönlich halte den Atomausstieg für moralisch korrekt und vertretbar. Die Energiewirtschaft wird schon Alternativen finden, schließlich wollen sie Geld verdienen. Alternativen gibt es genug, wie wir alle wissen. Es wird teuer, aber das ist nun einmal so, wenn wir in einer (für uns) "besseren" Welt leben wollen.

Immer das günstigste, immer das beste, immer das optimale? Ist das wirklich ein erstrebenswertes Ziel? Wie wäre es mit 'nachhaltig', 'der Natur dienend'? Mir persönlich ist das mittlerweile wichtiger als die althergebrachte Argumentation um 'besser, billiger'.

Popov 20. Mai 2012 10:31

AW: Aktuelle Politik
 
Mal wieder zu Feuern!

Yahoo-Chef Scott Thompson gefeuert, weil er seinen Lebenslauf geschönt hatte.

Also ich weiß nicht was die wollen, einen ehrlichen Konzernchef? Beschießen gehört eigentlich zum Berufsleben dazu, das ist wie der Pfuschzettel in der Schule. Nun stellt euch vor man findet ein Pfuschzettel von Albert Einstein und verlangt, dass man ihm den Nobelpreis aberkennt.

implementation 20. Mai 2012 11:38

AW: Aktuelle Politik
 
Ich seh die Sache genauso wie Furtbichler. Von Gewalt von Seiten der Occupisten habe ich noch nichts gehört. Ist auch ganz geschickt so: Denn so stehen sie auf der Opferseite, statt auf der Täterseite, das gibt gleich eine ganz andere Wirkung. Denn so kann man sagen: "Schaut, wir demonstrieren friedlich, und die Polizei versucht uns gewaltsam daran zu hindern, unsere Meinung kundzutun!"

Ganz unabhängig davon, ob ich jetzt ihrer Meinung bin, oder nicht: Ich halt Occupy für eine starke Bewegung, vor der ich großen Respekt habe.

Und was fällt der Exekutive dazu ein? Verbieten wir doch einfach die Proteste, davon werden die Probleme schon verschwinden... Das ist arm und zeigt, dass Argumente fehlen. Und wenn sich die Demonstranten ihre verfassungsrechtlich gegebene Versammlungsfreiheit eben selbst nehmen, wird mit Wasserwerfern und Verhaftungen reagiert. Man kann nicht einfach einen so großen Massenprotest verbieten, weil er einem nicht in den Kram passt.

Furtbichler 20. Mai 2012 12:44

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Popov (Beitrag 1167316)
Also ich weiß nicht was die wollen, einen ehrlichen Konzernchef? Bescheißen gehört eigentlich zum Berufsleben dazu

NEIN! :warn: Es gehört weder zum Berufs- noch zum normalen Leben dazu.

Leider ist es so (Mauscheleien sind hip), aber man muss diese Einstellung mit allen Mitteln bekämpfen!

Denn dann kann man ja auch seine Steuererklärung frisieren, die Behörden bestechen, und dann den Nachbarn wegmachen, weil er einem das Grillen verbieten will.

Romiox 20. Mai 2012 15:10

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167329)
Zitat:

Zitat von Popov (Beitrag 1167316)
Also ich weiß nicht was die wollen, einen ehrlichen Konzernchef? Bescheißen gehört eigentlich zum Berufsleben dazu

NEIN! :warn: Es gehört weder zum Berufs- noch zum normalen Leben dazu.

Leider ist es so (Mauscheleien sind hip), aber man muss diese Einstellung mit allen Mitteln bekämpfen!

Du sprichst mir aus der Seele.
Ich würde zwar ein wenig differenzieren wollen zwischen Mauscheleien und Beschiss (wobei das letztlich sicher auch eine Definitionsfrage ist), aber durchs Leben gehen sollte man doch schon mit Prinzipien und Werten, und ich finde, dass man sich auch an denen messen lassen muss. Das Handeln nach ethischen und/oder moralischen Maximen ist nicht leicht, und auch wenn sie sich letztlich im Handeln manifestieren, so will ich darüber kein leichtfertiges Urteil sprechen. Aber der Leitgedanke sollte sein, dass man sein Handeln gegen seine Überzeugungen prüft, und nicht, dass man seine Überzeugungen an sein Handeln anpasst.
Das klingt ein wenig naiv, aber ich denke, es hielte einem solchen Vorwurf stand. Ethik ist idealistisch, und ich fordere ja auch keine Heiligen, sondern in erster Linie ein Bewusstsein für Recht/Unrecht bzw. moralischem/unmoralischem Handeln.

jaenicke 20. Mai 2012 16:46

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167315)
Die Anti-AKW-Bewegung führte zum Umdenken im Umweltbewustsein.

Mal was ganz Neues. Seit wann das denn? Den Atomausstieg gibt es eben gerade nicht wegen der Demos, sondern weil Japan Frau Merkel gezeigt hat welche Folgen solche Unfälle haben können.
(Ihre Physikkenntnisse reichten offenbar nicht so weit um das auch so zu wissen bzw. sich vorzustellen...)

Und davon abgesehen (ich nehme mal an du meintest mich) unterstelle ich niemandem etwas. Ich habe mich explizit auf die Personen bezogen, die Dreck am Stecken haben (z.B. solchen die sich festketten). Und das absolut unabhängig vom Hintergrund.

Namenloser 20. Mai 2012 18:04

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167307)
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167270)
Bei Occupy im Speziellen habe ich den Eindruck, dass es sich, neben ein paar Radikalen aus allen Richtungen, hauptsächlich um eigentlich unpolitische Leute handelt, die irgendwie diffus mit „dem System“ unzufrieden sind und jetzt ihren Frust ausleben, aber selbst gar nicht so genau wissen, wogegen sie eigentlich demonstrieren.

Das glaube ich nicht. Sie demonstrieren gegen die Allmacht der Banken, gegen die Ungerechtigkeit, mit der Banken ihren Wuchergeschäften nachgehen, gegen die Tatsache, das das Bankwesen inzwischen die Welt regiert, wie man sieht.

Vielleicht liest Du erstmal ein wenig, bevor Du deinen "Eindruck" äußerst.

Das weiß ich sehr wohl, und ich habe es in meiner Aussage, wie ich finde, treffend, wenn auch bewusst provokativ, reduziert.

Das Problem, das ich mit Occupy habe, ist, dass die Occupy-Demonstranten keine Lösungsansätze vorzuweisen haben. Bei vielen Demos gegen X ist die Lösung ja einfach – X abschaffen. Z.B. bei Atomkraftwerken. Aber „Geld, die Banken and everything“ einfach abschaffen? Wie soll das gehen?

Ist mir zu schwammig, sorry...

Furtbichler 21. Mai 2012 07:42

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1167342)
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167315)
Die Anti-AKW-Bewegung führte zum Umdenken im Umweltbewustsein.

Mal was ganz Neues. Seit wann das denn?

Seit/in den 70er Jahren, und zwar mit der ersten Anti-AKW/Öko-Bewegung, woraus u.A. die Grünen hervorgingen (Gründungsjahr: 1979). Die anderen Gesellschaftsströmungen, die ihren maßgeblichen Anteil an der Gründung der Partei hattem sind Frauen-, Friedens- und Ökobewegung. Alle diese Bewegungen wären von dir abgelehnt worden, da sie eben auch mit solch kriminellen Schwersverbrechermethoden, wie 'anketten', 'Sitzblockade' usw. auf die Mißstände aufmerksam machten.
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1167342)
Und davon abgesehen (ich nehme mal an du meintest mich) unterstelle ich niemandem etwas. Ich habe mich explizit auf die Personen bezogen, die Dreck am Stecken haben (z.B. solchen die sich festketten). Und das absolut unabhängig vom Hintergrund.

Ich habe Dich gemeint. Denk einfach mal darüber nach, was ich geschrieben habe. Mit deiner Einstellung ("Die übertreten irgendein Gesetz") wären in deinen Augen auch die Montagsdemos in der ehemaligen DDR zu verteufeln, und -wie gesagt- jede gesellschaftliche Veränderung in den letzten 40 Jahren.

Die Gesellschaft kann auch mal dafür blechen ("unsere Steuergelder"), wenn Menschen ihr Recht auf Demonstration wahrnehmen, und nicht damit einverstanden sind, sich vom Demonstrationsort zu entfernen bzw. den Anweisungen der Staatsmacht nachzukommen.

Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167350)
Das Problem, das ich mit Occupy habe, ist, dass die Occupy-Demonstranten keine Lösungsansätze vorzuweisen haben. Bei vielen Demos gegen X ist die Lösung ja einfach – X abschaffen. Z.B. bei Atomkraftwerken. Aber „Geld, die Banken and everything“ einfach abschaffen? Wie soll das gehen?

Ist mir zu schwammig, sorry...

Zunächst soll und will die Occupy-Bewegung Mißstände aufdecken und zur Disposition stellen. Einfache Lösungen gibt es nicht, dazu ist die Thematik zu komplex.

Einfache Lösungen haben die Populisten, und wer auf diese Schwätzer hereinfällt, ist selbst Schuld.

Wenn die Bewegung hilft, über Gesetze nachzudenken, die die Banken stärker in die Verantwortung nehmen, solls mir Recht sein.

Wenn der Markt der Finanzprodukte besteuert würde (so wie jeder andere Markt auch), hätte ich kein Problem damit: Keine einzige Bank würde pleite gehen.

Das Finanzsystem ist aus den Fugen geraten. Occupy macht darauf aufmerksam. Wieso sollten sie Lösungen präsentieren? Ich kann mir vorstellen, das dieser Ansatz dir deshalb zu schwammig ist, weil Du nun selbst gefragt bist, dir Gedanken zu machen. Das ist neu.

Namenloser 21. Mai 2012 13:37

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167380)
Zunächst soll und will die Occupy-Bewegung Mißstände aufdecken und zur Disposition stellen. Einfache Lösungen gibt es nicht, dazu ist die Thematik zu komplex.

Einfache Lösungen haben die Populisten, und wer auf diese Schwätzer hereinfällt, ist selbst Schuld.

Hat ja niemand gesagt, dass die Lösung einfach sein muss. Hast du eigentlich schon gemerkt, dass Occupy selbst Populismus pur ist? „Die 1% sind an allem schuld!“.
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167380)
Wenn die Bewegung hilft, über Gesetze nachzudenken, die die Banken stärker in die Verantwortung nehmen, solls mir Recht sein.
[...]
Das Finanzsystem ist aus den Fugen geraten. Occupy macht darauf aufmerksam.

Weiß ich auch so, dazu brauche ich nicht Occupy. Selbst die Politik hat ja schon erkannt, dass die Finanzmärkte „Monster“ sind. Das ist absolut nichts neues. Nur eine Lösung hat niemand, das wäre mal was wirklich originelles.
Zitat:

Zitat von Furtbichler (Beitrag 1167380)
Ich kann mir vorstellen, das dieser Ansatz dir deshalb zu schwammig ist, weil Du nun selbst gefragt bist, dir Gedanken zu machen. Das ist neu.

Dass ich mir selbst keine Gedanken machen würde, lasse ich mir von dir jetzt wirklich nicht unterstellen.

Iwo Asnet 21. Mai 2012 15:43

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167422)
Hat ja niemand gesagt, dass die Lösung einfach sein muss. Hast du eigentlich schon gemerkt, dass Occupy selbst Populismus pur ist? „Die 1% sind an allem schuld!“.

Wer behauptet das und wo steht das? Woher ist das Zitat?

Zitat:

Weiß ich auch so, dazu brauche ich nicht Occupy. Selbst die Politik hat ja schon erkannt, dass die Finanzmärkte „Monster“ sind. Das ist absolut nichts neues.
Moment: Vor der Occupy-Bewegung war da nichts. Klar wussten alle Bescheid, aber gesagt hat es keiner.

Man kann natürlich über Protestler denken wie man will. Occupy hat zunächst einmal Recht. Daran ist nichts Falsches. Sie sind den Banken und dem Staat ein Dorn im Auge. Ist auch nicht gerade schlecht.

Das man immer etwas findet, woran man rummäkeln kann, und sei es das Fehlen von Lösungen, ist eine Krankheit unserer Gesellschaft, mit der man -wie mit einem lästigen Schnupfen- leben muss und kann.

Nebenbei: Die persönliche Ansprache -auch vom Furtbichler- sollte man ignorieren. Es geht schließlich nur um Politik.

Klaus01 21. Mai 2012 15:59

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von Iwo Asnet (Beitrag 1167440)
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167422)
Hat ja niemand gesagt, dass die Lösung einfach sein muss. Hast du eigentlich schon gemerkt, dass Occupy selbst Populismus pur ist? „Die 1% sind an allem schuld!“.

Wer behauptet das und wo steht das? Woher ist das Zitat?

We are the 99%
Grüße
Klaus

Iwo Asnet 21. Mai 2012 16:16

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167422)
„Die 1% sind an allem schuld!“

Das steht nicht im verlinkten Wikipedia-Artikel.
Dort steht: Wir gehören nicht zu den reichsten 1% der Amerikaner.
Dort steht in keinster Weise: "Die 1% sind an allem schuld"

Namenloser 21. Mai 2012 16:36

AW: Aktuelle Politik
 
Es ist nichts desto trotz eine sehr vereinfachte Weltsicht. Es wird hier ganz klar die Gesellschaft in zwei Fronten eingeteilt und ein Feindbild geschaffen.

Und dass vor Occupy niemand was gesagt hätte, stimmt auch nicht. Occupy kam erst relativ spät (laut Wikipedia vor ca. einem halben Jahr).

Iwo Asnet 21. Mai 2012 16:47

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167449)
Es ist nichts desto trotz eine sehr vereinfachte Weltsicht

Ein Slogan ist noch keine Weltsicht. Aber wenn man so will, natürlich schon. Dann hätte aber Niemand bei Dir eine Chance ;-)

Namenloser 21. Mai 2012 16:49

AW: Aktuelle Politik
 
Die Weltsicht kommt (u.a.) durch den Slogan zum Ausdruck, sagen wir es so.

jobo 21. Mai 2012 20:08

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167449)
Es ist nichts desto trotz eine sehr vereinfachte Weltsicht. Es wird hier ganz klar die Gesellschaft in zwei Fronten eingeteilt und ein Feindbild geschaffen.

Was ist dagegen einzuwenden? Ich hab noch nie ein Demoplakat gesehen, auf dem 30 Din A4 Seiten Kleingedrucktes klebten (Auch noch kein Wahlplakat). Oder vielleicht hab ich es gesehen, aber nicht wahrgenommen. :)

Es wird polarisiert, klar. Offenbar sind große Teile von Gesellschaft, Politik und Medien weder Willens noch in der Lage, sich mit komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen.
Solange es im gesetzlichen Rahmen bleibt und keine Gewalt oder Aufrufe dazu gibt, halte ich das für ok. Natürlich sollte es nicht die einzige Kommunikationsform sein, aber so ist ja auch nicht.

Popov 21. Mai 2012 20:40

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167452)
Die Weltsicht kommt (u.a.) durch den Slogan zum Ausdruck, sagen wir es so.

Muß nicht sein, kann Berechnung sein. So funktioniert die Welt nun mal, wir sagen solche Sätze wie "Ich bin nicht deiner Meinung, aber ich würde dafür sterben, dass du deine Meinung vertreten kannst", aber das würde keiner machen. Ich hatte mal ein relativ erfolgreiches Forum in dem Leute waren die solche Phrasen von sich gaben. Als einer der User etwas unrechtes tat, sagte ich ihnen, dass ich den schon bannen werde wenn er es gatann hat, aber ich will ihn zuerst hören was er zu sagen hat. Nein, es soll sofort gebannt werden.

Das besondere war, dass solche ideologischen Phrasen da an der Tagesordnung waren. Jeder wollte für die Rechte des anderen draufgehen, aber als das Blut kochte, sollte er zuerst gelyncht werden und erst dann abgeurteilt.

Leute sagen viel, meinen es aber selten wirklich so.

jobo 21. Mai 2012 21:06

AW: Aktuelle Politik
 
Noch ne Phrase:
Die Haut der Zivilisation ist dünn.

Popov 21. Mai 2012 21:13

AW: Aktuelle Politik
 
Das ist keine Phrase, das ist Weisheit ;)

jobo 22. Mai 2012 06:32

AW: Aktuelle Politik
 
Natürlich nicht meine. :)

Aber- wenn auch nicht so formuliert- ist es vielleicht ein Erfahrungswert von vielen.

Perlsau 22. Mai 2012 19:56

AW: Aktuelle Politik
 
Zitat:

Zitat von NamenLozer (Beitrag 1167422)
Weiß ich auch so, dazu brauche ich nicht Occupy. Selbst die Politik hat ja schon erkannt, dass die Finanzmärkte „Monster“ sind. Das ist absolut nichts neues. Nur eine Lösung hat niemand, das wäre mal was wirklich originelles.

Natürlich haben die Politiker Lösungen parat, wenden sie aber nicht an, weil sie den Wirtschaftsmächtigen hörig sind. Ganz im Gegenteil, die Bankster werden für den Schaden, den sie anrichten, auch noch mit Milliardengeschenken an Steuergeldern belohnt. Und die Politiker werden belohnt, indem man ihnen nach oder schon während ihrer Amtszeit ergiebige Pfründe öffnet ... Sei doch nicht so naiv zu glauben, es gäbe auch nur einen aufrichtigen Politiker in den etablierten Parteien, von deren Parteiführungen ganz zu schweigen ...


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