Delphi-PRAXiS
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stahli 17. Mär 2014 19:51

Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
http://www.t-online.de/tv/webclips/s...ekordzeit.html

:thumb:

himitsu 17. Mär 2014 20:05

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Mit 6 Händen würde der Mensch das bestimmt auch so schnell schaffen ... so braucht er nur 5,55 Sekunden.

blackfin 17. Mär 2014 23:42

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Ich finde die Leistung des Menschen hier (5,5 Sekunden!) wesentlich beeindruckender, das Video, wie er den Würfel löst sieht aus als würde man es auf 500% Geschwindigkeit abspielen :)

DAS ist eine Leistung, dagegen nur nen schnöden Roboter zu bauen, der die Lösung ausrechnet, per se ein fotografisches Gedächtnis hat, 10000000x schneller rechnet und ein paar Schrittmotoren schaltet ist keine großartige Leistung meiner Meinung nach. Zumal die Lösungsansatze für den Cube seit Jahren als bekannte Algorithmen vorliegen.


So könnte man auch einen Menschen gegen einen Industrie-Schweissroboter im Schweissen antreten lassen und sich als Ingenieur feiern lassen, dass der Roboter (oh Wunder!) um einige Faktoren schneller ist..
Was kommt als nächstes? "Maschine schlägt Mensch: Industrie-Webstuhl häkelt schneller als Oma Schneider!"

Limitierend ist hier eh nur die Mechanik, die sich durch Verwendung von gefertigten Bauteilen sicher auch noch soweit optimieren liesse, dass sich die Zeit noch um einiges drücken lässt.

Das einzige, was ich an dem Ding cool finde ist der derzeitige Bau-Ansatz aus Lego. Das hat was und zeigt, dass die Mindstorms-Teile inzwischen bei einer Qualität und Präzision angekommen sind, die für einige Bastler durchaus fürs Prototyping interessant sein könnte.

Beeindruckt bin ich allerdings dann, wenn sich so ein Cube in 5 Sekunden aus dem 3D-Drucker bauen lässt *g* Das wäre doch mal ein denkenswerter Lösungsansatz :) Aber bis dahin vergehen wohl noch einige Jahrzehnte.

himitsu 18. Mär 2014 09:42

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Die andere Wissenschaft finde ich beeindruckender,
also die, wo Leute wirklich die Lösungsalgorithmen entwickeln,
oder wo jemand Nachweise liefert, wie gubt welcher Algorithmis ist.

Vor 'ner Weile hieß es noch, daß man maximal 23 Drehungen braucht, um jeden Rubik's Cube zu lösen, egal wie verdreht der ist.
Aktuell sollen es sogar nur noch maximal 20 Drehungen sein.
Und 20 kleine Verdrehungen kann doch jeder Roboter recht schnell erledigen, nachdem er sich vorher aus den paar tausend Lösungswegen einen Kurzen rausgesucht hat.
(bei genug Speicher muß der nichtmal lange rechnen ... er braucht nur schnell in 'ner Datenbank zu filtern)

JasonDX 18. Mär 2014 12:33

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Zitat:

Zitat von himitsu (Beitrag 1252366)
Und 20 kleine Verdrehungen kann doch jeder Roboter recht schnell erledigen, nachdem er sich vorher aus den paar tausend Lösungswegen eine Kurze rausgesucht hat.
(bei genug Speicher muß der nichtmal lange rechnen ... er braucht nur schnell in 'ner Datenbank zu filtern)

Das selbe gilt für Schach oder Sudoku. Trotzdem macht das kaum ein Algorithmus, höchstens als Teilansatz zur Performance-optimierung (als Time-Space tradeoff)

Ich finde eher den Vergleich daneben. Beides sind beeindruckende Leistungen, aber eben auf unterschiedlichen Gebieten.

Mathematiker 18. Mär 2014 13:29

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Zitat:

Zitat von himitsu (Beitrag 1252366)
(bei genug Speicher muß der nichtmal lange rechnen ... er braucht nur schnell in 'ner Datenbank zu filtern)

Da es insgesamt 43 Trillionen 252 Billiarden 3 Billionen 274 Milliarden 489 Millionen 856000 verschiedene Möglichkeiten gibt, die 27 kleinen Würfel durch Drehungen anzuordnen, stelle ich mir gerade die entsprechende Datenbank vor. Selbst unter Ausnutzung der Symmetrien gibt es noch eine riesige Anzahl unterschiedlicher Ausgangssituationen.
Ich habe schon einige Rubik-Würfel-Programme gesehen, allerdings noch keins, das wirklich schnell eine möglichst kurze Zugfolge berechnet. Der zugehörige Algorithmus ist nämlich überhaupt nicht trivial.
Aber vielleicht kennt ja jemand von Euch eine wirklich schnelle Lösung.

Die Konstruktion des Roboters, der die Ausgangssituation schnell erkennt und die optimale Lösung ermittelt, finde ich genial.

Beste Grüße
Mathematiker

hstreicher 18. Mär 2014 15:22

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
welche 27 Würfelchen ?
es sind 9 Oben ,
9 Unten
und 8 in der Mitte
sind nur 26
das 27. ist das Gelenk das sich nie bewegt

himitsu 18. Mär 2014 15:56

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Alleine schon 83% der Möglichkeiten kann man ignorieren, wenn man 8 von 9 Lösungen dadurch ignoriert, daß es die Kopien der anderen 5 Farben der ersten oberen Seite/Fläche sind.
Und genauso kann man nochmals Einiges ignorieren, wenn man die Reihenfolge der nächsten Farben nicht beachtet. Es ist ja vollkommen egal ob links nun Rot, Grün oder Blau ist ... Hauptsache es ist eine zusammenhängende Farbe.

Außerdem gibt es einige/viele deiner "theoretischen" Positionen nicht, da erstmal einige Farben fest aneinander hängen (Kanten und Ecken), also niemals getrennt vorkommen können.
Und viele andere positionen können dadurch nicht vorkommen, da sie zwar durch "vertauschen" theoretisch existieren, aber niemals durch "verdrehen" erzeugt werden können. (auseinander nehmen und neu zusamensetzen zählt nicht)

Zitat:

die 27 kleinen Würfel durch Drehungen anzuordnen
Wie hast'n das ausgerechnet?
PS: Die inneren Seiten der einzelnen Würfelchen zählen nicht, da sie niemals sichtbar sind.

Mathematiker 18. Mär 2014 16:08

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Zitat:

Zitat von himitsu (Beitrag 1252402)
Wie hast'n das ausgerechnet?

siehe z.B. http://www.ronaldbieber.de/Fun/Rubik/#Kombinationen
oder http://www.therubikzone.com/Number-Of-Combinations.html
In der mathematischen Schülerzeitschrift "Wurzel" der Uni Jena war ein ausführlicher Artikel mit der Herleitung der genannten Zahl. Wenn ich Zeit habe, suche ich Dir auch die Ausgabe 'raus.

Beste Grüße
Mathematiker

Nachtrag: Ich habe noch etwas http://mathforum.org/library/drmath/view/54301.html

JasonDX 18. Mär 2014 16:09

AW: Lego-Roboter knackt Zauberwürfel in Rekordzeit
 
Die Herleitung passt nicht ganz, die Anzahl der verschiedenen Zustände stimmt. Hier gibts noch ein paar andere Statistiken.
Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Algorithmus einen vollständig vordefinierten Lösungsweg verwendet, da es deutlich mehr als "ein paar tausend" Lösungswege gibt. Im Endeffekt wird der Computer wahrscheinlich ähnlich vorgehen wie der Mensch. Vordefinierte Teilschritte. Dennoch: Die Leistung, einen solchen Roboter zu bauen, darf man nicht unterschätzen. Das als "schnödig" und "keine große Leistung" zu beschreiben zeugt höchstens von mangeldem Wissen über die dahinterstehenden Herausforderungen.


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