Delphi-PRAXiS
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Thomas Feichtner 3. Apr 2017 09:32

Datenbank: egal • Version: egal • Zugriff über: egal

Neue Datenbank
 
Hallo,

wir suchen nach einer neuen Datenbank. Derzeit haben wir den Advantage Database Server im Einsatz. Leider ist die Zukunft dieser für mich tollen und einfachen Datenbank ungewiss.

Als wichtigen Entscheidungsfaktor ist der Kostenfaktor. Wie viel kostet die Datenbank pro Benutzer.

Hier einige Anforderungen die wir an die Datenbank stellen:

Die Datenmenge liegt hier von 1 GB aufwärts bis 100 ~ 150 GB (kann natürlich auch mehr werden). Wobei die Datenmenge nicht unbedingt einen Rückschluss auf die Anzahl der Benutzer hat.

Die Anzahl der Benutzer beträgt zwischen 1 und 100. Gerade hier bei wenigen Arbeitsplätzen ist der Kostenfaktor der Datenbank entscheidend.

Die Datenbank soll zu 99% auf einem Windowsrechner (Server) laufen.

Was soll die SQL-Datenbank alles können?
* Normale Abfragen (SELECT mit Subselect,...)
* Volltextsuche
* Stored Procedure
* Functions
* Trigger
* Transaktionen
* Bei einigen Kunden ist auch eine Replikation notwendig

Welche Datenbank würdet ihr empfehlen?
Welche Kosten kommen ca pro User für den Kunden?

Was haltet ihr von folgenden Datenbanken?
* MSSQL
* Oracle
* Postgres

mikhal 3. Apr 2017 09:54

AW: Neue Datenbank
 
Wenn du die Kosten im Auge halten willst, streiche sofort Oracle und MSSQL sowie MySQL (noch nicht auf deiner Liste).

Ich empfehle hier neben dem Open Source Produkt Postgres noch Firebird, schlank wie die Advantage Database liefert sie alles was du forderst.

Grüße
Mikhal

Bernhard Geyer 3. Apr 2017 10:55

AW: Neue Datenbank
 
Ich würde dir empfehlen gleich eine DB-Neutrale Schicht in deine Anwendung einzubauen und die gebräuchlichsten DBs (MS SQL, Oracle, MySQL) zu unterstützen.
Damit ist man nicht mehr verantwortlich das man ein DBMS-System xyz bei einem Kunden eingeführt werden muss.

jobo 3. Apr 2017 11:52

AW: Neue Datenbank
 
Neben dem Gesagten
Oracle DB ist m.E. die Mutter aller DB und verfügt über einen unglaublichen Funktionsumfang.
Alle anderen sind vereinfacht gesagt "Verfolger" in Bezug auf die Funtkionalität und Leistung.
MSSQL hat wahrscheinlich die eleganteste Anbindung für IDE, wahrscheinlich angenehm für den Entwickler, ich kenne die Details nicht persönlich.
Postgres ist von Haus aus schon immer auf den Spuren von Oracle, dies gilt für SQL (Funktionen) und SP Programmierung.
Will man 2 Systeme finden mit hoher Nähe und geringem Umstellungsaufwand, so sind es wohl Oracle und Postgres. Hier gibt es aber sicher Einschränkungen, die ich nicht alle Überblicke, bspw. Multitenancy und anderer Highend Kram.
Natürlich kann man auch wie Bernhard Geyer an die Sache gehen, eine Zwischenschicht bauen und die DB zur stumpfen Datenhaltung verwenden, sofern das in die bestehende Anwendungslanschaft / Einsatzgebiete passt. M.E. geht sowas nur/am besten, wenn die Anwendungslandschaft (alle Clients) nicht sonderlich heterogen sind.

Ich persönlich bin immer wieder von PostgreSQL begeistert, nicht nur, weil es vieles kann, was Oracle ich von Oracle gewöhnt bin, es hat auch nette Features, die man bei Oracle nicht findet, bspw im Indexingbereich.

Firebird ist spätestens seit 3 sicher auch empfehlenswert, hat sicher seine Vorteile, wenn es (auch) um embedded geht.

Wegen der Kostenfrage noch ein Hinweis:
Auch wenn PG und FB "kostenlos" zu haben sind, gibt es hier Anbieter für professionellen Support. Das sollte man sich ansehen bzw. berücksichtigen.

Phoenix 3. Apr 2017 12:29

AW: Neue Datenbank
 
Wenns billig sein muss: Gefühlt würde ich im Zweifel zu MariaDB greifen (Lizenzkostenfrei, ansonsten gleicher, zum teil größerer Funktionsumfang wie MySQL).
Postgres hatte ich jetzt schon etliche Male zwischen den Fingern, und das hat bei mir jedes mal vorne und hinten geklemmt, insbesondere Performancetechnisch.

Ansonsten bin ich ein Fan vom Microsoft SQL Server. Die Express Edition ist bis 10 GB Datenmenge auch Lizenzkostenfrei, und danach kann man entweder nach Usern/Geräten (Client Access License) oder nach Kernen des Servers (ab Enterprise Version) lizenzieren.

Ansonsten bin ich da voll bei Bernhard. Wenn Du eine gescheite Middleware reinziehst, dann bist Du von dem eigentlichen System unabhängig und kannst dann je nach Bedarf beim Kunden individuell entscheiden welche DB passt.

p80286 3. Apr 2017 12:37

AW: Neue Datenbank
 
Zitat:

Zitat von jobo (Beitrag 1366242)
Oracle DB ist m.E. die Mutter aller DB

Sie und ihre Schwestern wollen gepflegt werden, da reicht ein Feierabendadmin nicht aus.
Meine unmaßgebliche Meinung, Oracle und MSSQL tun sich in vielerlei Beziehung nichts, aber es gibt bestimmt Situationen, wo die eine oder andere ihre Vorteile hat.
Für die Datenbank zwischendurch nehme ich immer FB (und bleibe damit wahrscheinlich unter seinen Möglichkeiten).

(Wenn ich so lese wie zickig sich MySQL anstellen kann, würde ich es nicht in Betracht ziehen, aber wahrscheinlich kenn ich nur die 10 unzufriedenen, die restlichen 999999999990 sind vollauf zufrieden.)

Gruß
K-H

MichaelT 3. Apr 2017 13:18

AW: Neue Datenbank
 
Welche geht leider nicht ob der Lizenzkosten.
Mimer DB. Die tunt sich selbst. Über ODBC geht Mimer sicher. Als AnyDAC noch grad 1.x war habe ich Mimer mal probiert für OLAP Auswertungen. Fragt einmal an nach den Lizenzmodellen für VARs.

BTrieve gibt es wieder :wink:

Es gibt keine Datenbank mehr welche 'schlecht' wäre.

Aus Deutschen landen gibt es mal TurboDB.

Für mich persönlich gibt es Oracle. Oracle ist megageil, aber für echt große DBs. Ist auch ganz gut gelaufen als OEM Datenbank bei BMD (in Version 8.1.7 - noch immer).

Postgres und MariaDB
- Sind beide nicht astrein. Aber wenn du sagt, keine Business Logik in Stored Procedures. Der Rest ist schon halbwegs gegessen. Ich würde mir zuerst die Optimizing Guides und Quellen zu Optimierung anschauen.

---

MS-SQL Server ist eigen, Sybase :oops: roots.

Mich kann der SQL Server nicht ganz überzeugen. Das Pro an sich ist eine gute Doku in der alles erklärt wird bishin zur Funktionsweise der Engines usw.




Zitat:

Zitat von Thomas Feichtner (Beitrag 1366227)
Hallo,

wir suchen nach einer neuen Datenbank. Derzeit haben wir den Advantage Database Server im Einsatz. Leider ist die Zukunft dieser für mich tollen und einfachen Datenbank ungewiss.

Als wichtigen Entscheidungsfaktor ist der Kostenfaktor. Wie viel kostet die Datenbank pro Benutzer.

Hier einige Anforderungen die wir an die Datenbank stellen:

Die Datenmenge liegt hier von 1 GB aufwärts bis 100 ~ 150 GB (kann natürlich auch mehr werden). Wobei die Datenmenge nicht unbedingt einen Rückschluss auf die Anzahl der Benutzer hat.

Die Anzahl der Benutzer beträgt zwischen 1 und 100. Gerade hier bei wenigen Arbeitsplätzen ist der Kostenfaktor der Datenbank entscheidend.


Was haltet ihr von folgenden Datenbanken?
* MSSQL
* Oracle
* Postgres


Ghostwalker 3. Apr 2017 13:30

AW: Neue Datenbank
 
Man sollte, gerade bei der Anschaffung einer neuen DB-Struktur, durchaus ein Blick Richtung NoSql-Datenbanken werfen (z.B. MongoDB). Gerade hinsichtlich der Datenmenge und Geschwindigkeit sehr gut. Dazu ist das ganze Open-Source (Kostenfaktor).

Als Beispiel: GitHub setzt das ganze eine und die verwalten damit einige Terabyte an Daten. Wenn du mal auf die Hauptseite gehst und die Suche bemühst wirst du die Geschwindigkeit sehen, mit der das ganze läuft. :)

jobo 3. Apr 2017 14:08

AW: Neue Datenbank
 
ISAM und Co ist eigentlich Yesterday oder?
Ich mein, an der Problematik konkurrierender Zugriffe hat sich ja seit Jahren nichts geändert.
Warum Postgres oder mySQL oder Maria ein Problem mit SP haben sollten, ist mir nicht klar.

Zitat:

Zitat von Phoenix (Beitrag 1366246)
Wenns billig sein muss: Gefühlt würde ich im Zweifel zu MariaDB greifen

Postgres hatte ich jetzt schon etliche Male zwischen den Fingern, und das hat bei mir jedes mal vorne und hinten geklemmt, insbesondere Performancetechnisch.

Ansonsten bin ich ein Fan vom Microsoft SQL Server. Die Express Edition ist bis 10 GB Datenmenge auch Lizenzkostenfrei, und danach kann man entweder nach Usern/Geräten (Client Access License) oder nach Kernen des Servers (ab Enterprise Version) lizenzieren.

Ansonsten bin ich da voll bei Bernhard... gescheite Middleware ..

Gibt es in Maria grundlegende Unterschiede zu dem "seltsamen" Verhalten, das p80286 schon angedeutet hat?
Welche Szenarios sind den ein Performance Problem für Postgres, wenn ich fragen darf?
Die "Lizenzkosten" und sonstigen Regularien für MS SQL Server Express sind offenbar weitgehend identisch. Gibt es so auch von Oracle, ebenfalls mit den Varianten für CPU Lizensierung und per User.

Eine Mittelschicht ist nebenbei zwar elegant, aber auch ein Aufwand und Kostenfaktor.

Zitat:

Zitat von p80286 (Beitrag 1366249)
Zitat:

Zitat von jobo (Beitrag 1366242)
Oracle DB ist m.E. die Mutter aller DB

Sie und ihre Schwestern wollen gepflegt werden, da reicht ein Feierabendadmin nicht aus.
..

(Wenn ich so lese wie zickig sich MySQL anstellen kann, würde ich es nicht in Betracht ziehen

"Mutter" war durchaus historisch gemeint, aber auch funktional. XML oder JSON per SQL geht nicht in jedem anderen System nach Belieben. Pflege muss wohl überall sein, nicht unbedingt nur herstellerspezifisch, sondern eher abhängig von Volumen und Nutzungsintensität. Ein 24x7 Betrieb bspw. stellt andere Anforderungen als eine Mittelständler Buchhaltung.
Von mySQL halte ich auch nicht viel, zumal es nicht nur zickig ist, sondern mittlerweile Oracle als "Stiefmutter", um bei der Wortwahl zu bleiben. M.E. betreiben die das eher als Teaser für Ihr Kernprodukt und wollten sich etwas kostenfrei Konkurrenz (Grid) vom Hals schaffen.

mkinzler 3. Apr 2017 15:25

AW: Neue Datenbank
 
Zitat:

Von mySQL halte ich auch nicht viel, zumal es nicht nur zickig ist, sondern mittlerweile Oracle als "Stiefmutter", um bei der Wortwahl zu bleiben. M.E. betreiben die das eher als Teaser für Ihr Kernprodukt und wollten sich etwas kostenfrei Konkurrenz (Grid) vom Hals schaffen.
Wobei viel restriktiver als die Konkurrenz. Bzw. eigentlich keine Alternative für nicht OS-Produkte ( Kosten wie OracleDB).


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