Einzelnen Beitrag anzeigen

Daniel
(Co-Admin)

Registriert seit: 30. Mai 2002
Ort: Hamburg
13.919 Beiträge
 
Delphi 10.4 Sydney
 
#1

Developer Solutions Conference - erste Eindrücke

  Alt 10. Feb 2011, 02:58
Moin,

da ich hier im Forum darum gebeten wurde, will ich gern meine ersten Eindrücke der DSC schildern.

Ich bin also gerade in Las Vegas auf der dreitätigen "Developer Solutions Conference", die gemeinsam von REMObjects (die machen u.a. Delphi Prism) und DeveloperExperts (Daniel Magin, Olaf Monien) im Hotel "MGM Grand" veranstaltet wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Konferenzen sind die Tage hier geteilt, am Vormittag gibt es Vorträge und am Nachmittag Workshops, bei denen das Gelernte unter Anleitung unmittelbar selbst ausprobiert werden kann bzw. gemeinsam die Beispiele erarbeitet werden. Der Lerneffekt ist einfach größer, wenn man ein Beispiel mal selbst am eigenen Rechner erstellt hat.

Grundthema der Konferenz ist die Einbindung mobiler Endgeräte wie iPhone oder Win7-Phone in bestehende Infrastrukturen und damit eben auch die plattform-übergreifende Entwicklung.

Ich selbst bin am Sonntag angekommen, hatte so zwei (dringend benötigte) Tage Zeit, mit der Zeitverschiebung von 9 Stunden klar zu kommen. Gibt ja Menschen, denen das nichts ausmacht, aber ich war am Montag vollständig im "Gemüsemodus".

Der Dienstag diente dazu, in die Thematik einzuführen und die Entwicklungswerkzeuge sowie die jeweiligen Umgebungen vorzustellen. Namentlich wären dies MonoDevelop, Delphi Prism und XCode. Ich selbst habe am Nachmittag erst einen Vortrag über Usability gehalten, im Anschluss daran dann einen Workshop zum Thema "Paper-Prototyping". Am Abend hatten die Teilnehmer dann die Wahl: Es gab wahlweise ein "OpenLab", bei dem in lockerer Runde die Themen des Tages durchgegangen werden konnten oder wer lieber den Kopf freibekommen wollte, der konnte an einem Poker-Abend teilnehmen: Für Eumels wie mich, die in ihrem ganzen Leben noch nie gepokert hatten, war ein Poker-Trainer anwesend, der uns an einem Tisch mit Spielchips (leider ohne Wert) die Grundzüge des Pokerns beibrachte. Ich bin nicht der große Spieler, aber ich muss zugeben, dass das Spiel Spaß macht - aber in Las Vegas an einem Pokertisch zu sitzen, macht schon aufgrund des Ambientes Spaß.

Heute begann der Tag mit einem Vortrag von DavidI, der u.a. auch zur Zukunft von Delphi sprach, dabei den 64bit-Compiler samt dazu passender VCL zeigte und auch die jüngsten Ankäufe von Embarcadero (z.B. ksDev, Hersteller eines GUI-Frameworks) ansprach. Der weitere Verlauf des Tages ist dem Thema "mehrschichtige Anwendungen" gewidmet. Erst gab Jim McKeeth eine Einführung in das Thema und hat dabei auch erläutert, wozu man diese Mehrschichtigkeit überhaupt benötigt und was diese Herangehensweise leisten kann. Danach wurden Beispiele mit Delphi Prism gezeigt und - jetzt in diesem Moment - im Rahmen eines Workshops gemeinsam erarbeitet. Bei Fragen und Problemen der Teilnehmer sind Daniel, Olaf, Marc oder andere zur Stelle und helfen. Es sieht danach aus, als ob nachher wirklich alle ihre Anwendung, bestehend aus Server und Client, haben.

dsc00043.jpg

Für morgen steht das Thema "mobile Endgeräte" auf der Agenda: iPhone/iPad, Android und Windows Phone 7.

Ich hatte abends nach der Veranstaltung jeweils ein wenig Zeit, durch Las Vegas zu streifen. Die Stadt ist wirklich eigenartig: Primär für das Entertainment gebaut und voll mit /wirklich großen/ Hotels, von denen einige höchst eigenwillige Attraktionen zu bieten haben. Wir waren im Venetian essen. Da ist nicht nur so "ein bisschen was Italienisches", da haben sie den halben Canale Grande nachgebaut - im INNEREN eines Hotels. So "verrückt", wie ich das auch finde, ich muss zugeben, durchaus beeindruckt gewesen zu sein. Gleiches gilt für die Casions. Bis jetzt habe ich nicht einen Cent verzockt, aber die Größe dieser Casinos ist schwer zu beschreiben. Gleiches gilt für das Treiben dort und das Geklingel aus mehr als dreitausend Automaten und unzähligen Spieltischen.

dsc00008.jpg
Auf dem Bild kommt das nicht so raus und die Farben stimmen nicht exakt, aber der Raum war hoch und groß und auf eine eigene Weise indirekt beleuchtet, wie es an einem leicht bewölkten Tag durchaus der Fall sein könnte.

Wenn ich morgens auf dem Weg zum Frühstück bzw. Konferenzraum durch das Casino laufe, sitzen dort an den Tischen sowohl die, die gerade aufgestanden sind als auch die, die noch von der Nacht dort sitzen in trauter Einigkeit und sind am Zocken. Es gibt in den Casinos weder Uhren noch Fenster, Helligkeit und Temperatur bleiben 24 Stunden am Tag konstant - das sind gewissermaßen "zeitfreie" Räume, in denen ich rund um die Uhr sowohl eine Pizza als auch ein Frühstück bekommen könnte. Ich selbst bin ja ein absolutes Gewohnheitstier, gerade auch mit der zeitlichen Einteilung meines Alltags, und nehme dies mit einem Schmunzeln zur Kenntnis.
Daniel R. Wolf
mit Grüßen aus Hamburg
  Mit Zitat antworten Zitat