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mensch72

Registriert seit: 6. Feb 2008
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#7

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 1. Okt 2018, 20:58
..."
- Einarbeitung in komplexen Code
- Coding-Design (Arbeiten nach Code-Styleguides)
"...

genau das sind aus meiner Sicht die zwei Punkte, wo es mit/bei erfahrenen Entwicklern oft die größten Mißverständnisse gibt.
(Ich habe schon als GF Projekte an externe vergeben und da selbst "nur" als verantwortliche Weisungs- und Kontrollschnittstelle agiert.
Umgedreht arbeite ich auch an Projekten, wo ich selbst "nur" unter einem anderem Projektmanger intern oder extern arbeite)

Reine DelphiEntwickler werden selten gesucht und wohl auch selten gebraucht. Ich ordne Pascal/Delphi schlicht in die Kategorie der NativCompilerSprachen ein.
Also im Prinzip 1:1 vergleichbar C/C++/C#, aber eben aus meiner Sicht was anderes wie Scriptengines&Interpreter ala JS,Java,Phyton,PHP. (bitte jetzt keine diskusion ob C#/Java mit (Pre)Compiler auf "Bytecode" sind ein Grenzfall, aber ich bleibe bei meiner Zuordnung)

Eventuell liegt es an meinem Alter, meiner Vorliebe für native Programme bis hin zu Embedded oder (Web)Backends... daher fallen für mich geschätzt 75% aller Stellen oder Projektausschreibungen schlicht weg.
Als ich noch selber als GF Projekte im Prinzip rein "fachlich" ausgeschrieben habe, kamen kaum 10% aus meiner Sicht sinnvolle Bewerbungen/Angebote... mal schnell ne App ic Swift/Java oder nen (Web)Backend auf Basis irgendeines Standard Linux Frameworks bishin zu Realisierungen via PHP-CMS Plugin... dafür gibt es fast Leute wie Sand am Meer.


Mein Standpunkt:
Es herrscht aktuell schlicht ein großer Mangel an echten "native Entwicklern"... aber es herrscht da regional auch ein total unterschiedlicher Bedarf. In "McPom" läuft da wenig, in "Thür" bleibt einiges unbesetzt weil zu schlecht bezahlt, denn Hessen/Bayern sind oft gleich nebendran.
Extrem "regional" wird es bei HW naher Embedded Entwicklung... da konzentrieren sich die guten Angebote&Projekte auf ganz wenige Zentren hier in D, wo man zwar gut verdient aber auch teuer wohnt)

Pures "Geld"(ala 75TEur + Auto und HomeOffice in vorherigen Beitrag) halte ich als Angetellter für nebensächlich. Mit 60..72T€/pa also 5..6T€/Monat sollte rein finanziell wohl jeder hier in D "überleben". Perspektive im Sinn von Planungssicherheit sowie ne akzeptable Work/Live-Balance gewinnen mit den Jahren an "Berufserfahrung" ungemein an Wert.
Wer "mehr" will, der nehme als Freelancer das volle Risiko und genieße sein "freies Dasein"(mich stört da mitterweile mehr das permanente eigene Risiko, als die Tatsache das ev. mein Chef oder Auftraggeber sich mal ne Jacht gönnen)


Wenn ich also hier im Grenzgebiet von Thür zu Hessen/Bayern bin, dann locken mich wenn die Aufgabe passt hier lokal schon "sichere" 4..5T€/Monat zu vernüntigen Arbeitsbedingeungen, bzw. mit 1..2h Fahrt 5..6T€/Monat in Hessen oder Bayern bei dort eigentlich immer besseren&flexibleren Arbeitszeiten.
(wenn jemand in Südthüringen als "Delphi-Programmierer mit Berufserfahrung" einen Job sucht und mit 3000..3500€/Monat leben kann, der kann ne PN schreiben und bekommt von mir ne Adresse samt Ansprechpartner... existiert seit 25Jahren und is regional bezogen so OK)

Geändert von mensch72 ( 1. Okt 2018 um 21:02 Uhr)
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