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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
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Delphi 2010 Enterprise
 
#6

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:30
Debian,
eines der Hauptsysteme, von dem sehr viele andere Distributionen abstammen.
Total unfancy, nie auf dem aller neuesten Stand, mega stabil, sicher. Keine schrägen Third Party Software Repos einzubinden.

Deine Anforderungen sind minimal(istisch) und Du könntest auch ein Debian nehmen, das 5 Jahre alt ist.
(und du könntest das per Updatebefehlen problemlos auf den aktuellen Stand bringen)
Du brauchst/solltest nicht mal eine GUI zu installieren.

Einfach als VM, für Deine Bedürfnisse reicht wahrscheinlich 1-2 Gb Hauptspeicher, 2 Kerne oder weniger.
Wie es der Markt so will, wäre das einzige, mögliche Problem ein fehlender Treiber. Das gelingt am besten dadurch, dass man eine brandneue Hardware nutzt, die irgendein Bauteil hat, für das der Kernel noch nichts dabei hat, ich sag mal Chipset, NVME oder so. Dann beginnt die Handarbeit. Virtualisierung dämpft das u.U. ab.

Apache Installation ein Befehl, Update der Pakete ein Befehl, Upgrade (Versionswechsel) 3-5 Befehle, dabei werden sogar darunter liegende DB geliftet, falls der Versionswechsel das inkludiert.

Wenn man nicht irgendwelche verrückten GUI Varianten "benötigt", funktionieren so auch viele Debian Derivate, also auf Systemebene analoge Befehle. Oft ist es ja fast nur die Paket(vor)Auswahl oder irgend sowas.

Wenn Du irgendwo eine Virtualisierung hast (VBOX, VMware, notfalls die Windows-), probier es einfach aus. Lade das "kleine Installationsbild" runter (ca 300 MB? > https://cdimage.debian.org/debian-cd...64-netinst.iso - diese Installation lädt benötigte Pakete aus dem Netz nach), sag der VM Installation, sie soll das als ISO Quelle nehmen und los, nicht die grafische Installation nehmen.
10 Fragen, alle Standardpakete abwählen außer SSH, wenn Du clean bleiben willst, dauert 5 Minuten. Nicht lange nachdenken, notfalls wegwerfen, von vorne anfangen.
Die Windows Variante wäre vielleicht sogar komplizierter (Windows Subsystem für Linux), kann mich nicht mehr genau erinnern, geht vielleicht mittlerweile auch ganz gut. Hat aber grundsätzlich Nebeneffekte, wenn man mit verschiedenen Virtualisierungen arbeiten möchte/muss.

Nach der Installation als erstes "sudo" installieren, als root den Erstnutzer in sudo aufnehmen und von da an per SSH(Putty unter Windows) als Erstnutzer arbeiten.



# finale /wiederholte Paketaktualisierung
sudo apt-get update

# Webserver
sudo apt-get install apache2

# Mailer Daemon
sudo apt-get install sendmail

fertig
für draußen noch letsencrypt (https)
oder für drin vielleicht snakeoil Zertifikat

Dann den Webserver, Mailserver konfigurieren. Wiederkehrende Jobs vlt per Cron einrichten.

Ich kenne sonst nur Ubuntu (debian basierend) und diverse Suse Varianten bis zu SLES, einer der anderen großen Zweige. Ubuntu ist angeblich auch recht geschwätzig und telefoniert gern mit Mutti, weiß nicht genau.
P.S: SLES ist die kommerzielle Suse Schiene, bei der man auch Support kaufen kann- war der Nutzunggrund, zertifiziert für Oracle DB-, ginge in eine ähnliche Richtung wie Readhead/Oracle Linux.
Gruß, Jo

Geändert von jobo (19. Mai 2021 um 08:34 Uhr)
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