Delphi-PRAXiS
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Neutral General 28. Jul 2016 14:18

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Ich benutze auch einen Adblocker, weil die Werbung auf einigen Seiten total nervig und zum Teil sehr irritierend ist.
Und u.a. auch wegen Youtube. Es gibt nichts was mich mehr nervt, als wenn ich grad irgendwas gucken will und dann muss ich erstmal ne halbe Minute auf die Werbung warten.
Ich bin da vllt. etwas zu ungeduldig aber ich mag das wirklich nicht.
ALLERDINGS habe ich einige Youtuber abonniert die ich regelmäßig oder sogar täglich schaue und denen ich die Werbeeinnahmen schon gönnen würde.
Aber da wären mir gelegentliche Spenden von ein paar Euro lieber als dann für diese Videos immer extra erst den Adblocker auszuschalten.
Seiten die mir mit Adblocker gar nicht erst "die Tür aufmachen" verlasse ich meistens sofort wieder. In den meisten Fällen gibt es dann auch Alternativen.

BUG 28. Jul 2016 15:02

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Auf Twitch ist es mittlerweile so, das viele Streamer ganz auf Werbung verzichten, weil Unterbrechungen zu starken Zuschauereinbrüchen führen.

Neutral General 28. Jul 2016 15:14

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Zitat:

Zitat von BUG (Beitrag 1343671)
Auf Twitch ist es mittlerweile so, das viele Streamer ganz auf Werbung verzichten, weil Unterbrechungen zu starken Zuschauereinbrüchen führen.

Auf Twitch gibts aber auch Abos und Spenden. Und zumindest mal die etwas größeren Streamer verdienen ihr Geld hauptsächlich damit als mit Werbung.

dGeek 28. Jul 2016 15:19

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Zitat:

Zitat von Neutral General (Beitrag 1343674)
Zitat:

Zitat von BUG (Beitrag 1343671)
Auf Twitch ist es mittlerweile so, das viele Streamer ganz auf Werbung verzichten, weil Unterbrechungen zu starken Zuschauereinbrüchen führen.

Auf Twitch gibts aber auch Abos und Spenden. Und zumindest mal die etwas größeren Streamer verdienen ihr Geld hauptsächlich damit als mit Werbung.

Richtig. Nur nicht vergessen, dass ein Streamer von einem 4,99€-Abo nur rund 40% bekommt. Der Rest geht an Twitch (Amazon)

MichaelT 28. Jul 2016 19:05

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Einen Adblocker nehmen ist nicht falsch. Es ist nicht dein Problem wie Betreiber Websites finanzieren.

Ich habe das Problem anderes gelöst und einfach solange auf Sachen geklickt die nicht brauche oder Sachen die ich schon habe. Diese Ads werden vom eigenen Geist gerne ignoriert. Bei Webseiten deren Content zumindest Informativ ist klicke ich auf die Werbung.

Ich sehe in fast jedem Ad - Devart. Damit kann ich ganz gut leben.

Zu allen anderen Zahlungsmethoden wie bspw. Later Pay. Das kann sich ein Flassbeck leisten in der Breite hat sich das nicht bewährt. Auch bei ihm war die Mitgliedschaft das wesentlich erfolgreichere Modell - entspricht aber auch der Spende.

Über Spenden, die bei uns eher unüblich sind, Inhalte zu würdigen wäre an sich schon die korrekte Form. Du tradest zwar nicht die Information auf der Seite ein, aber du gehst im liberalen Modell her und sagst - ich gebe Geld aus meinem Vermögen weiter damit andere auch bei der Bereitstellung der optimalen Gütermenge zur Deckung ihrer Bedarfe zum Zug kommen. Das gilt für den engagierten Einzelnen oder Grüppchen.

Das Modell gilt sicher nicht für eine 'Bild' oder andere große Websites, die eigentlich eher der New Economy und der damit verbundenen Tendenz zur versuchten Monopolbildung anhängig sind. Heißt auf Deutsch es werden jene eingeschlossen die sonst substituieren, sprich sich einen anderen Weg suchen den Bedarf an Information einzudecken.

Aber jetzt herzugehen und zu sagen, 'Die armen Webseitenbetreiber' und diese in einen Topf zu werfen ist mir zu billig. Deswegen habe ich mir den Weg gesucht über die 'Fälschung' der Statistik. Man erkennt sofort ob der Inhalt eines Ads gezogen wird über deine Surfverhalten oder ob es sich um Werbung, Werbung ist was anderes, angepasst an die erwartete Leserschaft wird geschaltet. Wenn beim Wirtschaftswurm der deutsche Mittelstandsunternehmer eine Werbung anbringt, dann schaue ich mir zumindest mal das Angebot an. Für mich ist diese Form des Anbringens vor Werbung eher ein Aushang oder diesem gleich.

Beim Facebook ist die Sache schon krass. Klickt man mal auf ein Bild mit einem Marienkäfer und landet bei einer politischen Partei kommen die ähnlich gelagert Vorschläge, nämlich spätestens wenn man drunterschreibt, 'Mei ist der Marienkäfer liab'.

So in etwa war meine Überlegung und auch die Priorisierung. Aber wenn du meinst, dass du Werbung zuhause wegwirfst, dich allein auf die Zeitung konzentrierst und an anderen Orten auch ausgehängte Werbung ignorierst, dann nimm bitte einen Adblocker.

Von den New Economy verarschen lassen brauchen wir uns nicht. Die haben ein wenig einen Huscher. Es hat sich herausgestellt im Rahmen der Erkenntnis, dass der Zinssatz für U.S. Staatsanleihen am langen Ende (10 jährige) sich nicht mehr heben lässt im Rahmen des präferierten Marktmodells.

Der Mensch zieht seit den 80ern insbesondere beim eigentlich einzigen nicht materiellen Gut seiner Zeit nämlich 'Geld' den Mittelwert zwischen Zahlen projiziert auf Gütern als Preis nimmt und nicht aktiv einen Preis wie im liberalen Modell bildet. Ob die Idealvorstellung jemals erfüllt wurde, kann man diskutieren.

Daraufhin sind die Freunde insbesondere der digitalen Güter auf die Idee gekommen. Das können wir uns zunutze machen, auf einmal war/ist der Preis anbieterseitig steuerbar.

Ein Experiment in die Richtung ist, dass du auf einem Tablet an anderen Preis angezeigt bekommst als auf einem PC bspw. oder beim zweiten Besuch eines Produkts im Store wird ein Produkt billiger und beim dritten Versuch ist der Preis ein wenig höher usw.. Der Michio Kaku ist mal in einem Video herumgelaufen mit Dataglasses und hat voll Freude präsentiert, dass online die Preise zu verschiedenen Gütern angezeigt werden parallel von Angeboten in der Straße durch die man geht :-D. Das geht in die selbe Richtung.


Es gibt viele Spielarten davon und auf nicht digitale Güter bereits ausgeweitet. Diese Preisfindung hat nichts mit einem Gleichgewichtspreis von Keynes zu tun (der wäre eher nachfrageseitig) oder dem liberalen Preismodell anhand des Trends entlang der tagesaktuellen Preise durch Ausschließung der Substituierenden ein lokalen Preis (lokales Tauschverhältnis) sprich die optimale Gütermenge am Marktplatz zu bestimmen. Der Supermarkt war schon die erste Ausnahme geht aber weitem nicht so weit wie die Jungs der New Economy. Dass Anleihen an all diesen Ideen oder Experimenten genommen werden ist nicht unverständlich.

Das hat sofort die großen Investoren auf den Plan gerufen und die machen jetzt folgendes. Sie drücken die Preise mal 10 Jahre und kassieren am langen Ende ab. Ähnlich wie bei vielen Softwarewerkzeugen wird ein Produkt genommen und abkassiert. Die Longtailstrategie eines Monopolisten unterscheidet sich ganz gewaltig von der traditionellen mehrere Produkte die allein kaum Gewinn mehr bringen zu bundelen und damit ein Geschäft zu machen. Wie kommt man zum Monopol, ganz einfach indem man die Substituierenden einschließt. Dadurch dass der Preis abgesenkt wird entscheiden sie mehr für das Produkt und jene ein höheren Gewinn aus dem Trade empfinden werden sie nicht beschweren oder sogar glücklicher sein. Free ist dann die ultimative Antwort darauf die Substitution verhindern.

Wo ist das schon passiert. Bis zu den 80ern wurden Aktien gehandelt eher mit stärkeren Fokus auf den Wert entlang der Substanz. Es gab zwar KGVs, aber man hat nicht gleich am liebsten alle zukünftigen Gewinne abgezinst auf heute miteingerechnet. Damit wird es attraktiv den aktuellen Gewinn hoch zu halten und wenn auf Kosten der Substanz dann auch egal. Wenn das nicht mehr geht, dann werden Aktien zurückgekauft. Denn Preis einer gehandelten Aktien bezieht sich nicht auf alle sondern jene die im Markt gehandelt werden. Vorsicht, wenn die KGVs steigen. Das kann man mit jedem anderen Produkt auch spielen.

In dem Sinne stellt sich sogar die Frage, ob Ads zu blocken nicht ein größer Beitrag zum Weltfrieden ist als ohne Gegenwehr dieser 'neu angedachten Welt' sich hinzugeben. Gegessen ist noch gar nichts. Deswegen lege ich schon ein wenig Wert darauf wer hinter einer Website steht und welche Ads ich empfange.



Zitat:

Zitat von Sherlock (Beitrag 1343386)
Wie haltet Ihr es mit Adblockern? Benutzt Ihr sie, meidet Ihr sie oder wollt Ihr sie am liebsten abschaffen?


Rollo62 29. Jul 2016 07:26

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Werbung zu machen ist legitim ...

Penetrante Werbung zu blocken ist aber auch legitim ...

Das beste Beispiel ist doch Google, wie man unterschwellige Werbung mit viel Erfolg einbauen kann.

Wer penetrantes Nerven und Fallenstellen nötig hat ist für mich sowieso eine fragwürdige Quelle.

Rollo

p80286 29. Jul 2016 11:16

AW: Adblocker Pro & Contra
 
Zitat:

Zitat von MichaelT (Beitrag 1343687)

Es gibt viele Spielarten davon und auf nicht digitale Güter bereits ausgeweitet. Diese Preisfindung hat nichts mit einem Gleichgewichtspreis von Keynes zu tun

Nun diese Modelle beziehen sich ja auf Märkte auf denen alle Teilnehmer vollkommene Transparenz besitzen. Dem zufolge haben sie keine praktische Relevanz.

Zitat:

Zitat von MichaelT (Beitrag 1343687)
Denn Preis einer gehandelten Aktien bezieht sich nicht auf alle sondern jene die im Markt gehandelt werden.

Diese Binsenweisheit ist echtes Insiderwissen und entspricht auf der Delphi-Seite der Kenntnis über Pointer.

Zurück zum Thema.
Ob jemand Werbung mag/ertragen kann ist sehr subjektiv ebenso, ist die Reaktion auf eine (Werbe)Aussage sehr subjektiv. Damit muß der Werbetreibende leben. Und solange es keine Verpflichting zum Zuhören/Zusehen gibt, sind AD-Blocker meiner Meinung nach legitim, ebenso die Einstellung "dann besuch ich diese Seite eben nicht mehr"

Gruß
K-H


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