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Delphi vs. C#

Ein Thema von Willie1 · begonnen am 27. Nov 2020 · letzter Beitrag vom 5. Dez 2020
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jaenicke
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#11

AW: Delphi vs. C#

  Alt 28. Nov 2020, 15:42
Deplphi 7 kann man übrigens unter Windows 10 verwenden. Ob man es installieren kann, weiß ich nicht, da ich es unter Windows 8.1 installiert und dann auf Windows 10 upgegraded habe.
Ja, es geht. Aber dann kann man auch gleich Lazarus nehmen. Beides sieht altbacken aus und die IDE ist nicht sonderlich schön, aber Lazarus ist zumindest technisch weiter.

aber die IDE ist einfach verdammt teuer (die Community Edition ist zwar kostenlos, aber noch auf dem Stand von Delphi 10.3 und es ist nicht sicher, ob es wirklich eine 10.4-Version davon geben wird)
Kostenlose Alternativen wie Lazarus kommen bei weitem nicht an Delphi heran, genauso wie SharpDevelop nicht an Visual Studio herankam (und ja auch eingestellt wurde). Bei Java gibt es mit Netbeans und Eclipse zwei gute kostenlose IDEs, aber sonst?

Und andere IDEs sind auch kein Schnäppchen, siehe Visual Studio bei mehr als 1 Mio Umsatz. Allerdings kostet ein Entwickler ohnehin deutlich mehr als die Softwarelizenzen oder die Hardware, von daher sollte man im Unternehmen eher auf die Produktivität durch z.B. aktuelle Versionen, externe Komponenten usw. schauen. Sonst spart man 1.000€ an der Lizenz und gibt 10.000€ mehr an Arbeitsstunden aus...

Privat hoffe ich allerdings, dass es bei der Community Edition bleibt. Man merkt gerade, dass es von der Seite wieder mehr Interesse für Delphi gibt. Es wäre echt schade, wenn das wieder abgewürgt würde.
Sebastian Jänicke
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himitsu
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Delphi 10.4 Sydney
 
#12

AW: Delphi vs. C#

  Alt 28. Nov 2020, 15:52
Zitat:
Wenn ich heute mit dem Programmieren anfinge, würde ich vermutlich nicht Delphi lernen.
Hmmmm.

Erstmal wurde ja Pascal gerade zum Lernen des Programmierens erfunden.

Und die grundsätzlichen Techniken kann man mit fast jeder Sprache lernen, welche von der "Logik" her überall gleich/ähnlich/übertragbar sind.
OK, da er ja nun schon etwas Programmieren kann und bereits mit was Anderem angefangen hat.

Ich hab vor Kurzem mal mit VisualBasicScript angefangen.
Und auch mit PowerShell rumexpirementiert.
Beides teilweise total grausam, wobei Delphi/Pascal hier den Vorteil hätte, dass die grundlegende Syntax überall gleich ist und es keinen Unterschied macht, ob ich ein Programm/Funktion direkt oder innerhalb einer anderen Funktion verwende und hier mal mit und drüben ohne Klammern die Parameter übergeben muß.


Also lasst ihn es einfach mal ausprobieren
und passt auf, dass er nicht gleich zu Beginn was machen will, dass in Delphi keinen Spaß macht, um ihn Abzuschrecken.
Jede Sprache/IDE hat hier und da Vorteile und Nachteile und Manches geht eben hier und da besser/intuitiver.
Garbage Collector ... Delphianer erzeugen keinen Müll, also brauchen sie auch keinen Müllsucher.
Delphi-Tage 2005-2014

Geändert von himitsu (28. Nov 2020 um 15:59 Uhr)
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Willie1

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#13

AW: Delphi vs. C#

  Alt 28. Nov 2020, 18:10
Hallo,
mein Neffe wird eure Beiträge lesen und dann muss er selbst entscheiden. Bei der Berufswahl ist eine mögliche Programmiersprache sicher nur ein Aspekt unter vielen anderen. Ich werde ihm nicht raten, Delphi zu lernen, ihr habt mich überzeugt, dass sich Delphi und C# ähnlich sind und er es bei Bedarf lernen könnte.

Himitsu, wenn es um eine alte Sprache ginge, würde ich Fortran wählen.

Gruß Willie.
Gut hören kann ich schlecht, schlecht sehen kann ich gut - Ersteres stimmt nicht, das zweite schon.
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TiGü

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#14

AW: Delphi vs. C#

  Alt 28. Nov 2020, 18:58
Am Wichtigsten scheint mir eher das Üben und Schulen des mathematischen Verständnis zu sein.
Das wird in den ersten paar Semestern die größte Hürde sein.
Mit mathematisch schwierigen Fächern wird zumeist rausgeprüft, was nicht als Ingenieur geeignet ist.

Auch ist die Fähigkeit, längere und schwierige (gerne auch englische) Texte am Stück zu lesen, nicht verkehrt.
Die heutigen Jugend ist jetzt nicht bekannt dafür, ohne deinem Neffen nahe treten zu wollen.

Programmieren oder gar die Auswahl einer bestimmten Programmiersprache sollte da erst an dritter oder vierter Stelle in der Prioritätenliste kommen.
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himitsu
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#15

AW: Delphi vs. C#

  Alt 28. Nov 2020, 19:05
ihr habt mich überzeugt, dass sich Delphi und C# ähnlich
Der Typ (Anders Hejlsberg), welcher damals praktisch das Turbo Pascal erfand (zumindestens kam er auf die Idee Editor, Compiler und Debugger in ein gemeinsames Programm zu packen) und anschließend dabei half daraus Delphi zu machen,
der ging später zu Microsoft und wurde dort Chefentwickler für C# (und TypeScript) ... also nur als Hinweis, falls er sich wundern sollte, dass es doch gewisse Ähnlichkeiten gibt.
Garbage Collector ... Delphianer erzeugen keinen Müll, also brauchen sie auch keinen Müllsucher.
Delphi-Tage 2005-2014
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Stevie

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#16

AW: Delphi vs. C#

  Alt 28. Nov 2020, 21:21
Als Entwickler in einem Unternehmen, in dem wir jedes Jahr mind einen Azubi einstellen, die oft vorher ein mehrwöchiges Schulpraktikum gemacht haben, wo sich beide Seiten schonmal abchecken können und die eigentlich fast nie Vorkenntnisse von Delphi haben, sehr wohl aber im Programmieren an sich, kann ich sagen, dass es keine Rolle spielt, ob man nun Pascal, C++, C#, Java oder sonstwas in dieser Kategorie gemacht macht. Hauptsache, gewisse Softskills und das grundsätzliche Verständnis wie Softwareentwicklung funktioniert, sind da.
Stefan
“Simplicity, carried to the extreme, becomes elegance.” Jon Franklin

Delphi Sorcery - DSharp - Spring4D - TestInsight
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Willie1

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#17

AW: Delphi vs. C#

  Alt 29. Nov 2020, 12:00
Hallo,
Zitat:
Programmieren oder gar die Auswahl einer bestimmten Programmiersprache sollte da erst an dritter oder vierter Stelle in der Prioritätenliste kommen.
Genau das denke ich auch. In Mathe und Englisch ist er gut.
Aber er wird selbst entscheiden müssen und kann sich auch mit seinen Eltern beraten. Die sind beide erfahrene Computer-Anwender, haben allerdings von Programmieren keine Ahnung.
Willie.
Gut hören kann ich schlecht, schlecht sehen kann ich gut - Ersteres stimmt nicht, das zweite schon.
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Bbommel

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#18

AW: Delphi vs. C#

  Alt 29. Nov 2020, 18:02
Nabend,

ich bin zwar ein bisschen zu spät zur Party, aber es juckt mir doch sehr in den Fingern, zu dem Thema noch etwas zu schreiben (auch wenn wir natürlich ähnliche Themen immer wieder in der Vergangenheit hatten).

Gibt ja zwei Fragen:

Zitat:
1. Stimmt das?
Ich würde dem Lehrer (und manch anderen, die schon geantwortet haben) hier widersprechen wollen. Gerade in den spätern Nullern hatte Delphi etwas den Anschluss verloren und erst an deren Ende mit der Umstellung auf Unicode (Delphi 2009) ging es wieder los und später kamen immer mehr Features sowohl für die Sprache als auch für die RTL/VCL/FMX hinzu. Heute kann sich Delphi durchaus sehen lassen. Ich möchte das an zwei Dingen festmachen:

Zum einen an der eigenen Erfahrung. Wir erstellen eine Software zur Produktionsplanung und müssen da mit unterschiedlichsten ERP-Systemen zurecht kommen, bei denen sich auch immer viel in der Entwicklung tut. In den 14 Jahren, in denen wir das jetzt machen, hat es noch keine einzige Anforderung von Kunden oder von Softwarepartnern gegeben, die sich mit Delphi nicht problemlos umsetzen ließ. Egal, ob das Datenbank-Anbindungen waren, Verbindungen in die Cloud (REST, JSON, OAuth2, ...), komplett eigene Protokolle zur Serverkommunikation, eigene Webserver, die auf Linux laufen, oder inhaltliche Anforderungen - für vieles gibt es in der RTL schon fertige Lösungen, den Rest kann man sich gut selber bauen (oder findet noch irgendwo eine Komponente, auch heute noch).

Zum anderen, und hier geht es eher um Sprach-Features, fand ich auch einen Artikel in der c't von vor etwa einem halben Jahr sehr erhellend (c't 13/2020). Dort wurde eine ganze Reihe von Programmiersprachen verglichen (Delphi war "natürlich" leider nicht dabei) und ihre Merkmale, Stärken und auch Schwächen beschrieben. Ich habe das genutzt, um mal wieder ein bisschen über den Tellerrand zu schauen und mir die Artikel zu allen Sprachen durchgelesen. Natürlich bin ich etwas voreingenommen, aber am Ende hatte ich nicht den Eindruck, dass sich Delphi verstecken muss, im Gegenteil. Natürlich ist nicht alles perfekt, aber fast jede Sprache hat ihre Schwächen oder fehlende Features, auf die die Community seit ewig wartet. Und gerade, dass Delphi eher auch ein "schweizer Taschenmesser" ist bringt es für mich eher in die Kategorie wie C/C++, aber mit viel lesbarerem und sichereren Code (okay, das war jetzt wirklich sehr gefärbt ).

Für mich ist das Fazit, dass Delphi vor allem ein Image-Problem hat (und vielleicht eine etwas zu fehleranfällige IDE).

Zitat:
2. kann ich meinem Neffen ruhigen Gewissens Delphi als zweite Programmiersprache und IDE empfehlen oder gibt es Wichtigeres zu lernen z.B Java-Script?
Obwohl ich oben so sehr für Delphi gesprochen habe, würde ich in dem Fall dann doch eine andere Zweitsprache empfehlen, wie ein paar hier ja auch schon geschrieben haben. Dafür sind C# und Delphi sonst wohl doch zu ähnlich und der Lerneffekt hält sich in Grenzen. Wie du selbst schon schreibst, könnte sich JavaScript anbieten, wenn man z.B. lernen will, wie man die Oberfläche von modernen Webanwendungen programmiert. Das wird sicherlich noch einige Jahre sehr relevant sein. Vielleicht hilft ja auch ein Blick in die oben erwähnte Ausgabe der c't, gibt es bestimmt bei Heise digital - der Artikel hatte genau das Ziel bei der Auswahl einer (weiteren) Sprache zu unterstützen.
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TiGü

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#19

AW: Delphi vs. C#

  Alt 29. Nov 2020, 18:25
Also bevor hier so schlimmes Webgelumpe wie JavaScript empfohlen wird, sollte aufgrund der gewünschten Studienrichtungen eher in Richtung Mikrocontroller/Embedded Entwicklung gedacht werden.
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jaenicke
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#20

AW: Delphi vs. C#

  Alt 29. Nov 2020, 19:37
Also bevor hier so schlimmes Webgelumpe wie JavaScript empfohlen wird, sollte aufgrund der gewünschten Studienrichtungen eher in Richtung Mikrocontroller/Embedded Entwicklung gedacht werden.
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber ich glaube du bist bei JavaScript nicht ganz auf dem Laufenden...

Hier vor mir auf dem Schreibtisch liegt ein Espruino Board. Das kannst du per Chrome App oder Web IDE mit JavaScript programmieren. Das funktioniert echt super. Und im Gegensatz zu meiner alten USB-Steuerkarte läuft das auch komplett autonom ohne PC. Das gibt es mit kleinem Display, Wifi, usw., du kannst damit wirklich viel machen.

JavaScript ist sicherlich keine traditionelle Sprache für die Hardwareansteuerung, aber mittlerweile gibt es kaum einen Bereich mehr, den man damit nicht abdecken kann. Und da wird sehr viel weiterentwickelt.

Wenn ich daran denke wie umständlich damals im Studium der Motorola Chip mit Segmentdisplay angesteuert wurde... auf die herkömmliche Weise... da liegen Welten dazwischen. Und auch eine Steuerung über meine alte USB-Karte per DLL aus Delphi (oder einer anderen Sprache) heraus ist deutlich umständlicher als mit dem Board und JavaScript.
Sebastian Jänicke
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