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Welches Linux zum Wiedereinstieg?

Ein Thema von Der schöne Günther · begonnen am 19. Mai 2021 · letzter Beitrag vom 19. Aug 2021
Antwort Antwort
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Der schöne Günther

Registriert seit: 6. Mär 2013
5.743 Beiträge
 
Delphi 10 Seattle Enterprise
 
#1

Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 07:33
Betriebssystem: Linux
Bei uns allen in der Firma ist es (wenn überhaupt) schon viele, viele Jahre her dass jemand mal zuletzt was mit Linux gemacht hat. Für ein kleineres Projekt brauchen wir einen eigenständigen PC der über http/REST ein paar Dinge anbietet, etwas macht und dann eine Email versendet. Da dachte ich, spaßeshalber könnte man das ja auch mit Linux machen.

Nur gibt es so vieles verschiedenes, was bitte nimmt man denn da? Ich denke grafische Oberfläche brauchen wir nicht, nur einen Server der dauerhaft läuft. Wenn Powershell Core liefe, wäre das auch toll. Was unterstützt wird sehe ich selbst ja bereits hier.

Hat jemand einen Tipp der von Herzen kommt?
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Benutzerbild von joachimd
joachimd

Registriert seit: 17. Feb 2005
Ort: Weitingen
634 Beiträge
 
Delphi 10.4 Sydney
 
#2

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:02
ich arbeite seit Jahren nur noch unter Linux - verwende Ubuntu Budgie. Delphi usw dann über vmware Workstation.
Joachim Dürr
Joachim Dürr Softwareengineering
http://www.jd-engineering.de
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Klaus01
Online

Registriert seit: 30. Nov 2005
Ort: München
5.623 Beiträge
 
Delphi 10.4 Sydney
 
#3

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:14
.. als Server OS würde ich Debian oder CentOS nehmen.
Sind beide recht konservativ und stabil.

Grüße
Klaus
Klaus
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stifflersmom

Registriert seit: 8. Dez 2005
Ort: 24994 Holt
322 Beiträge
 
Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#4

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:19
Wir setzen seit eh und je Debian auf allen Linuxservern ein und haben es nocht nie bereut.
Ja, es sind nicht die neuesten Paketquellen, aber dafür rocksolid.

Wenn Du darüber hinaus die Maschine dann ein wenig mehr auslasten willst und keine Lust hast Dich weiter mit Docker auseinanderzusetzen dann hätte ich als Vorschlag für Dich einfach Proxmox zu installieren, da hast Du dann Debian als Unterbau und hast eine feine Gui um virtuelle Maschinen anzulegen und dort dann weitere Dienste in separaten Containern anzubieten.

Auch kann Proxmox mit ZFS als Filesystem umgehen und das ist ein Vorteil, den ich nicht mehr missen möchte.

Gruß
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WiPhi

Registriert seit: 19. Feb 2015
74 Beiträge
 
Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#5

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:21
Hat jemand einen Tipp der von Herzen kommt?
Ubuntu 20.04 LTS in der Server-Variante.

Debian wäre natürlich auch eine Option. Ist meiner Meinung nach aber eher eine Geschmacksfrage.
Wer sucht, der findet. Wer länger sucht, findet mehr.
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
2.964 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#6

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:30
Debian,
eines der Hauptsysteme, von dem sehr viele andere Distributionen abstammen.
Total unfancy, nie auf dem aller neuesten Stand, mega stabil, sicher. Keine schrägen Third Party Software Repos einzubinden.

Deine Anforderungen sind minimal(istisch) und Du könntest auch ein Debian nehmen, das 5 Jahre alt ist.
(und du könntest das per Updatebefehlen problemlos auf den aktuellen Stand bringen)
Du brauchst/solltest nicht mal eine GUI zu installieren.

Einfach als VM, für Deine Bedürfnisse reicht wahrscheinlich 1-2 Gb Hauptspeicher, 2 Kerne oder weniger.
Wie es der Markt so will, wäre das einzige, mögliche Problem ein fehlender Treiber. Das gelingt am besten dadurch, dass man eine brandneue Hardware nutzt, die irgendein Bauteil hat, für das der Kernel noch nichts dabei hat, ich sag mal Chipset, NVME oder so. Dann beginnt die Handarbeit. Virtualisierung dämpft das u.U. ab.

Apache Installation ein Befehl, Update der Pakete ein Befehl, Upgrade (Versionswechsel) 3-5 Befehle, dabei werden sogar darunter liegende DB geliftet, falls der Versionswechsel das inkludiert.

Wenn man nicht irgendwelche verrückten GUI Varianten "benötigt", funktionieren so auch viele Debian Derivate, also auf Systemebene analoge Befehle. Oft ist es ja fast nur die Paket(vor)Auswahl oder irgend sowas.

Wenn Du irgendwo eine Virtualisierung hast (VBOX, VMware, notfalls die Windows-), probier es einfach aus. Lade das "kleine Installationsbild" runter (ca 300 MB? > https://cdimage.debian.org/debian-cd...64-netinst.iso - diese Installation lädt benötigte Pakete aus dem Netz nach), sag der VM Installation, sie soll das als ISO Quelle nehmen und los, nicht die grafische Installation nehmen.
10 Fragen, alle Standardpakete abwählen außer SSH, wenn Du clean bleiben willst, dauert 5 Minuten. Nicht lange nachdenken, notfalls wegwerfen, von vorne anfangen.
Die Windows Variante wäre vielleicht sogar komplizierter (Windows Subsystem für Linux), kann mich nicht mehr genau erinnern, geht vielleicht mittlerweile auch ganz gut. Hat aber grundsätzlich Nebeneffekte, wenn man mit verschiedenen Virtualisierungen arbeiten möchte/muss.

Nach der Installation als erstes "sudo" installieren, als root den Erstnutzer in sudo aufnehmen und von da an per SSH(Putty unter Windows) als Erstnutzer arbeiten.



# finale /wiederholte Paketaktualisierung
sudo apt-get update

# Webserver
sudo apt-get install apache2

# Mailer Daemon
sudo apt-get install sendmail

fertig
für draußen noch letsencrypt (https)
oder für drin vielleicht snakeoil Zertifikat

Dann den Webserver, Mailserver konfigurieren. Wiederkehrende Jobs vlt per Cron einrichten.

Ich kenne sonst nur Ubuntu (debian basierend) und diverse Suse Varianten bis zu SLES, einer der anderen großen Zweige. Ubuntu ist angeblich auch recht geschwätzig und telefoniert gern mit Mutti, weiß nicht genau.
P.S: SLES ist die kommerzielle Suse Schiene, bei der man auch Support kaufen kann- war der Nutzunggrund, zertifiziert für Oracle DB-, ginge in eine ähnliche Richtung wie Readhead/Oracle Linux.
Gruß, Jo

Geändert von jobo (19. Mai 2021 um 08:34 Uhr)
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Benutzerbild von jfheins
jfheins

Registriert seit: 10. Jun 2004
Ort: Garching (TUM)
4.578 Beiträge
 
#7

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 08:43
wir brauchen einen eigenständigen PC der über http/REST ein paar Dinge anbietet, etwas macht und dann eine Email versendet. Da dachte ich, spaßeshalber könnte man das ja auch mit Linux machen.

Hat jemand einen Tipp der von Herzen kommt?
Ich würde dir empfehlen, das in einem Docker container laufen zu lassen. Das macht das ganze wesentlich deterministischer und zuverlässiger.
Und dann ist es eigentlich egal, welche Distri du da benutzt. Ob mit oder ohne GUI. Hauptsache es kann den docker container ausführen

Wenn der Rechner kaputt geht: Egal, neuen Rechner hinstellen, docker container wieder starten, fertig. Das sollte das Zielbild sein, oder?
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
2.964 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#8

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 09:21
Ich würde dir empfehlen, das in einem Docker container laufen zu lassen.
Naja, man kann aber für den Anfang die Kirche im Dorf lassen.
Für den Einstieg ist es bestimmt hilfreich, erstmal ein „reguläres“, schlankes System kennenzulernen und sich mit den Werkzeugen und Funktionsweise vertraut zu machen.
Und selbst 1 System in einem Docker Container braucht am Ende auch 1e Mutti. Da ist noch nicht viel gewonnen. Zumindest nicht, wenn es um den Produktiveinsatz (auch intern) geht. Spannend wird es dann ab 2 oder mehr Systemen und einer Mutti und dann landet man nach docker bei k8s usw usf., noch spannender.
Was anderes ist es vielleicht, wenn man als Entwickler lokal mit Docker Containern arbeitet, zu Entwicklungszwecken.
Generell sind Systeme, die nichts persistieren (Webserver, ..)/ kein dynamischen Storage brauchen, natürlich ideal für Container Betrieb.
Gruß, Jo
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Benutzerbild von dummzeuch
dummzeuch

Registriert seit: 11. Aug 2012
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955 Beiträge
 
Delphi 2007 Professional
 
#9

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 09:28
Wir setzten seit Jahren Ubuntu Server ein. Läuft gut.

Aber eigentlich ist das Geschmacksache. Redhat, Suse, Ubuntu oder Debian tun sich da nicht viel. Debian ist etwas restriktiver, was proprietäre Treiber angeht. Das kann je nach Hardware ein Problem sein.

Wenn man eine grafische Benutzeroberfläche will, muss man sich hauptsächlich zwischen KDE und Gnome entscheiden. Auch das ist größtenteils Geschmacksache.

Privat habe ich ein Ubuntu Workstation, auf dem ich aber nicht arbeite sondern das vor allem als Werbefilter dient und SyncThing zur Synchronisation meiner Handys hostet.
Thomas Mueller
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Der schöne Günther

Registriert seit: 6. Mär 2013
5.743 Beiträge
 
Delphi 10 Seattle Enterprise
 
#10

AW: Welches Linux zum Wiedereinstieg?

  Alt 19. Mai 2021, 09:37
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten bislang 👍

Ich würde dir empfehlen, das in einem Docker container laufen zu lassen. Das macht das ganze wesentlich deterministischer und zuverlässiger.
Auf jeden Fall, ich dachte allerdings eher an Hyper-V, weil damit kenne ich mich wenigstens ein bisschen aus. Mit Docker habe ich schon lange nichts mehr ernsthaft gemacht.

Ich glaube zum Spielen reicht mir bislang erst einmal das WSL von Windows - Auf AppStore gehen, Debian eintippen, auf "installieren" klicken, fertig. Das habe sogar ich noch hinbekommen 😎.
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