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Delphi langsam ersetzen

Ein Thema von Gerd01 · begonnen am 31. Dez 2015 · letzter Beitrag vom 6. Jan 2016
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p80286

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Delphi 7 Personal
 
#21

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 10:59
Wenn du neu Entwickeln willst solltest du noch 1-2 Schritte zurückgehen und nicht nur eine Welche der IDE/Framework andenken sondern die Lösungen überhaupt hinterfragen: Muss es eine Desktop-App sein? Wäre ein WebApp nicht besser? Muss es native auf iOS/Android (und evtl. unter WinRT) laufen? Muss es für Linux (Server/Desktop) verfügbar sein?
Ich würde etwas anders formulieren "welche Plattform und welche Aufgaben" denn auch das gute alte FORTRAN hat manchmal noch seine Berechtigung. Abgesehen davon, ist ja auch noch die Frage, ob die zu wählende Sprache einem schmeckt. Hierzu zählt für mich neben der Syntax - Hochkommata um Kommentare einzuleiten, da schüttelt's mich - auch ob und wie viele Runtimes mitgeliefert werden müssen. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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Sir Rufo

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Delphi 10 Seattle Enterprise
 
#22

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 11:02
Mit einer IDE ist es so wie mit Schuhen.

Am Besten sitzen die, mit denen man das Geschäft betreten hat. Die sind eingelaufen, man hat sich aneinander gewöhnt und bestimmte Eigenheiten lieb gewonnen.

Bei einer IDE hat amn etwas für sich entdeckt, nutzt dieses ausgiebig im Tagesgeschäft und wenn eine andere IDE nicht genau dieses Feature über den gleichen Weg anbietet, dann wird man langsamer und findet diese IDE "doof" (weil man ja langsamer ist).

Dann kommen noch unterschiedliche Sprachkonstrukte (z.B. Namespaces, Generics, etc.) die fehlen oder eben auf einmal da sind und schon muss man seinen gewohnten Pfad wieder verlassen und wird langsamer. Auf "doof".

Das passiert manchmal sogar auf dem alten bekannten Weg, wo es auf einmal Unicode gibt und die Welt plötzlich Kopf zu stehen scheint. Und dann wird man plötzlich mit ARC belästigt und nun rotiert die eigene Welt. Oder modale Dialog-Aufrufe sind auf einmal nicht mehr blockierend und ich muss so seltsame Dinge wie Callback-Methoden schreiben. Spätestens jetzt fühlt sich der ein oder andere wie in einer Waschmaschine mit Lagerschaden im Schleudergang.

Für einen Wechsel benötigt man eine große Portion Motivation um den alten Weg zu verlassen und sich auf den neuen Weg einzulassen. Zumeist müssen hier einige alte (und im gegenwärtigen Kontext durchaus bewährte) Denkprozesse komplett über Bord geworfen werden.

Es ist und bleibt eine persönliche Entscheidung, wie hoch die Motivation sein muss und was eine Motivation überhaupt ist.

Ich persönlich fühle mich in der C#/.net Umgebung pudelwohl, hinsichtlich IDE (VS) und Sprachfeatures. Vieles fühlt sich dort (für mich) wesentlich natürlicher an und ich muss weniger über das Wie nachdenken und habe dadurch mehr Zeit für das Was.
Kaum macht man's richtig - schon funktioniert's
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Geändert von Sir Rufo ( 2. Jan 2016 um 11:31 Uhr)
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Chemiker

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Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#23

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 11:22
Hallo,

was mir, bei solchen Diskussionen wie wir sie hier führen, immer zu kurz kommt, ist die Erfahrung die man bisher mit Delphi gesammelt hat, diese Erfahrung würde bei einem Wechsel verloren gehen.
Diese könnte sein, mit den Komponenten wie und an welcher Stelle werden sie angewendet, mit der IDE (ich schreibe auch in C++ in VS 2010 Prof. wie oft ich statt der Taste F5 die Taste F9 drücke!), eigene Komponenten, viele selbstgeschrieben Units habe sich in der Zeit angesammelt die man einfach benutzen kann, weil sie ausgetestet sind usw. usw.

Mir ist klar, dass viele in diesem Forum die Ansicht vertreten das man, wenn man eine Programmiersprache beherrscht relativ leicht wechseln kann, ich glaube aber, dass es nur bedingt richtig ist. Die Grundlagen einer Sprache wie C#, um mal bei einer konkreten Programmiersprache zu bleiben ist relativ leicht keine Frage, aber um damit eine größere Anwendung zu schreiben braucht man doch schon eine Menge Zeit mehr. Diese Zeit ist es eben, die man wieder zusätzlich investieren muss, um auf den gleichen Stand wie bei Delphi zu kommen.

Bis bald Chemiker
wer gesund ist hat 1000 wünsche wer krank ist nur einen.
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Dejan Vu
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#24

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 11:25
Richtig, aber wenn Du deinen Horizont erweitern willst (oder einfach, weil Du einen JOB finden willst), solltest Du deine Erfahrungen in einem Gebiet sammeln, das auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist.

Was habe ich denn von meinen 20 Jahren Delphi-Erfahrung? N-I-X.
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TRomano

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Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#25

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 11:39
Ach Dejan Vue ! Natürlich gibt es Delphi-Projekte, auch Firmen, die nur auf Delphi setzen und damit gar nicht schlecht fahren. Ich "ernähre" mich fast auschließlich seit ca. 20 Jahren von Delphi-Projekten und das ist gar nicht so schlecht. Natürlich sollte man die Augen aufhalten, sich in anderen Dingen (z.B. die verschiedensten DBMS oder andere Sprache) weiterbilden. Aber einen Abgesang auf Delphi sehe ich so nicht. Das wird mir schon seit vielen Jahren immer wieder eingeredet.
Thomas Forget
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Daniel
(Administrator)

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Ort: Hamburg
15.201 Beiträge
 
Delphi 10.3 Rio
 
#26

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 11:40
Was habe ich denn von meinen 20 Jahren Delphi-Erfahrung? N-I-X.
Wenn Du nach 20 Jahren der Softwareentwicklung daraus keinen Benefit ziehen kannst, dann ist das vermutlich kein Problem der Sprache.
Daniel R. Wolf
Admin Delphi-PRAXiS
mit Grüßen aus Hamburg
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Bernhard Geyer

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16.536 Beiträge
 
Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#27

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 11:56
Was habe ich denn von meinen 20 Jahren Delphi-Erfahrung? N-I-X.
Wenn Du nach 20 Jahren der Softwareentwicklung daraus keinen Benefit ziehen kannst, dann ist das vermutlich kein Problem der Sprache.
Windows Vista - Eine neue Erfahrung in Fehlern.
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mm1256

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Ort: Wackersdorf, Bayern
640 Beiträge
 
Delphi 10.1 Berlin Professional
 
#28

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 13:31
Das Argument mit den 20 Jahren Erfahrung sehe ich genauso. Das ist kein Problem mit der Sprache. Im Laufe meiner 24 Jahre Selbständigkeit hatte ich einige Programmierer (und eine Programmiererin) angestellt, die allesamt Delphi als "eine ihrer Sprachen" praktiziert haben. Keiner hatte sich wirklich auf Delphi konzentriert. Über die Ergebnisse zu lästern, erspare ich mir jetzt. Einzige Ausnahme war ein Student der schon in den 90-ern fast ausschließlich TurboPascal-Programme geschrieben hat, und dann sein Pascal-Wissen ab Delphi 1 weiter verwendet und vertieft hat. Heute hat er einen sehr gut dotierten Job als Delphi-Entwickler. Von der Höhe seines monatlichen Einkommens träumen wohl viele nur. Es ist letztendlich das Ergebnis seiner Spezialisierung auf eine einzige Sprache. Er "kann" zwar auch andere Sprachen, aber praktisch arbeiten tut er nur mit Delphi.

Ich selber kann auch nur eine einzige Sprache. Habe mir zwar andere Sprachen angesehen, aber wohl gefühlt habe ich mich mit keiner so richtig. Wir wissen aber alle, dass ein gewisser Wohlfühlfaktor zur erfolgreichen Ausführung seines Jobs ein wichtiger Beitrag ist.

Sicher gibt es Situationen, wo mehrere Sprachen gefragt sind. Doch ob sich der Einzelne mit dem ständigen Sprachenwechsel im Job wohl fühlen kann, sollte er für sich selbst entscheiden können und dürfen.

Mein Standpunkt ist jedenfalls: Lieber eine einzige Sprache vernünftig angehen, als mehrere nur oberflächlich. Natürlich sollte man das aber auch vom Alter abhängig machen. Wenn ich anstatt jetzt knapp 60 noch 25 wäre, dann würde ich mir sicherlich mehrere Sprachen intensiver rein ziehen, schon aus dem Grund um den vielzitierten Horizont zu erweitern. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden.

Was ich mit allem sagen will: Gute Ratschläge zu erteilen ist in diesem Metier sehr schwierig. Wenn man die persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten des Fragenden nicht kennt, könnten sogar gut gemeinte Ratschläge das Gegenteil bewirken.

Darum, aufgrund der wenigen Informationen des TE: Wenn ich der TE wäre, würde ich die gewonnene Erfahrung mit Delphi nicht über Bord werfen und mir den Stress antun, auf eine andere Sprache mit neuer IDE zu wechseln. Außer ich wäre noch unter 30..35 (also mit noch etwa 30 Berufsjahren vor mir) und würde mich mit Delphi nicht wohl fühlen. Dann allerdings würde ich C++ mit MS VS empfehlen, denn Delphi ist langfristig gesehen auf einem absteigenden Ast. Dass Delphi mal in die TOP 10 kommt, wird wohl ein Traum bleiben. Microsoft hingegen hat es geschafft, den Markt für Programmiersprachen richtig anzugehen. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran, als MS mit C noch ein Nobody war, weit abgeschlagen hinter Symantec und Watcom. Die haben ihren Job einfach gut gemacht und für die Zukunft ist mächtig viel Potential (Geld) da, um das erfolgreich fortzusetzen.
Gruss Otto
Wenn du mit Gott reden willst, dann bete.
Wenn du ihn treffen willst, schreib bei Tempo 220 eine SMS
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Dejan Vu
(Gast)

n/a Beiträge
 
#29

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 15:39
Was habe ich denn von meinen 20 Jahren Delphi-Erfahrung? N-I-X.
Wenn Du nach 20 Jahren der Softwareentwicklung daraus keinen Benefit ziehen kannst, dann ist das vermutlich kein Problem der Sprache.
Oh Mann. Wieso ist 'Delphi' wohl unterstrichen?
a) Damit auch wirklich jeder begreift, das es um die spezifischen Erfahrungen mit der Sprache Delphi geht.
b) Einfach so.
Was meinst Du?
Und Du?
Das Argument mit den 20 Jahren Erfahrung sehe ich genauso....Es ist letztendlich das Ergebnis seiner Spezialisierung auf eine einzige Sprache. Er "kann" zwar auch andere Sprachen, aber praktisch arbeiten tut er nur mit Delphi.
Klar, in dem Augenblick, wo mal ein Delphi-Entwickler gesucht wird, ist man mit seinem Spezialwissen ganz weit vorne. Ansonsten schaut man bei so ziemlich allen anderen Jobs dumm aus der Wäsche.
Daher reicht es einfach nicht, in seiner Delphi-Blase zu leben und sich alle Unzulänglichkeiten schönzureden.

Aber es wird langsam OT.
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IBExpert

Registriert seit: 15. Mär 2005
393 Beiträge
 
FreePascal / Lazarus
 
#30

AW: Delphi langsam ersetzen

  Alt 2. Jan 2016, 16:26
Microsoft hingegen hat es geschafft, den Markt für Programmiersprachen richtig anzugehen .... Die haben ihren Job einfach gut gemacht und für die Zukunft ist mächtig viel Potential (Geld) da, um das erfolgreich fortzusetzen.
Das einzige, was Microsoft geschafft hat, ist es, in der Windows Fat Client Welt ein Quasi Monopol für Entwicklungswerkzeuge zu schaffen und alle anderen Anbieter zu verdrängen.

Ob man mit Mobilgeräten Geld verdienen kann lass ich mal im Raume stehen, aber Microsoft hat dafür keinerlei Tools, mit denen ernsthafte Android und iOS Entwickler arbeiten. Das Windows Phone interessiert weiterhin keine Sau, Windows Universal Apps sind ein weiterer Rohrkrepierer, den nur IT Journalisten toll finden.

Freunde von mir (pocketfms.com) entwickeln eine Moving Map/Flightmanagement Software für Piloten, die wirklich Multiplattform ist, über die Plattform Marmelade. Wenn man sich da alleine mal anschaut, wie viele Setups für die jeweiligen Plattformen existieren, ist das alleine schon heftig: http://docs.madewithmarmalade.com/di...latform+guides

Angefangen haben die mal von 12 Jahren mit VS und hatten einen Windows CE und einen Windows Client, die sich aber erheblich unterschieden. Alles war mit VS programmiert. Als dann irgendwann die Mobiltelefone und Tablets immer mehr iOS und Android waren und netterweise gleichzeitig Microsoft de facto den Support für Windows CE eingestellt hat, haben die sich entschlossen, eine neue Plattform zu evaluieren. Es hat ca. 2 Jahre gedauert, bis ein brauchbarer Client fertig war, den man auch zeigen konnte und der nicht auf jeder Plattform völlig neue Macken hat.
Die neue Basis war also diese Marmelade Lib, eigentlich eine Gaming Engine, passt aber gut zu den Anforderungen.

Die waren dadurch nicht die ersten Anbieter im Apple Appstore oder im Android Market und haben dadurch auch diverse Kunden verloren, aber im Moment sind wirklich alle Clients 100% identisch in der Funktionalität. Darunter sind auch native Clients für Windows, Max OS-X, Win8-10 mobile, Android, iOS. Für jede Plattform setzen die aber ein eigenes Compile Setup ein, um die Binaries nativ zu erzeugen.

Als Sprache wird C++ benutzt, aber ohne eine ähnliche Multiplattform Bibliothek bringt die die Auswahl der IDE nix.

Die 2 Jahre Arbeit an der neuen Version haben auch Spuren an den alten Version hinterlassen, die während dieser zeit kaum verbessert wurde. Wer die alte Software kannte und dann die ersten neuen Prototypen gesehen hat, schaute erst mal recht dämlich, nach der Devise: Das ist alles? kann ja nicht mal 10% von dem was ich kenne ..... Das Argument "aber funktioniert immerhin auf iOS und Android" interessierte erst mal kaum jemand.

Mittlerweile ist der Aufwand für die Umstellung auf die neue Plattform abgeschlossen, alle Entwickler haben die neue API mehr oder weniger gut verstanden und man baut regelmäßig neue Features ein, die immer ohne Einschränkung auf allen Plattformen laufen und in allen Appstpres sind. Was aber ganz klar ist zumindest für dieses Unternehmen: Wenn man sich auf die Plattformen beschränkt hätte, die VS unterstützt, wären die schon lange arbeitslos und der Laden Pleite.

Chefentwickler Rob ist dabei schon ewig mit C++ unterwegs und musste keine neue Sprache lernen, sondern nur die Marmelade API und die Besonderheiten der anderen Plattformen bei Setup, Distribution etc. Ich hatte mich mit Ihm mal auf einer Luftfahrt Messe über Lazarus unterhalten und ihm ein paar Miniprojekte auf Android und iOS, die damit erzeugt wurden, gezeigt. Einen Quellcode zu schreiben, der über entsprechende Bibliotheken auf allen Plattformen mit der gleichen IDE debuggt werden kann, war ausgesprochen interessant aus seiner Sicht, aber aufgrund der von Ihm bevorzugten C++ Sprache und den bereits endlos vorhandenen Bibliotheken für seine Zwecke keine echte Alternative. So war das von mir aber auch gar nicht gedacht. Sicherlich hätte er sich schnell in die Pascalsprache einarbeiten können, aber er hätte für alles mögliche, was er als Syntax oder unter Nutzung siener Bibliotheken so in C++ runterschreibt, in Pascalsprache auch umsetzen können, aber dann wäre das sicherlich nicht in 2 jahren erledigt gewesen.

Mit geht das umgekehrt ziemlich ähnlich. Mittlerweile mehr 20 Jahre Pascalsprache/vcl/lcl in Delphi/Lazarus sorgen dafür, das ich nur in wenigen Fällen irgendein Verfahren suchen muss (meistens hier), um etwas umzusetzen. Schnick Schnack wie grüne Buttons oder sonstigen GUI Kram ersetze ich gerne durch Ownerdraw oder Konstuktionen mit TPanels o.ä., im gesunden Bewusstsein, das ich dieses Verfahren auch noch dann einsetzen kann, wenn irgendein Komponentenhersteller kein Bock mehr hat, weil er kein Geld mehr verdient und deswegen seine Komponenten nicht mehr weiterentwickelt werden. Da eh alles zur Laufzeit kommt, ist mir die Bedienbarkeit im Objektinspektor eh egal. Eine simple MakeButton(....) Funktion unterstützt dabei mittlerweile je nach globaler Config diverse icon libs, drag and drop auf favoriten toolbar, touch Bedienung, resizing, autoalign, u.v.m.

Sicherlich gibt es sowohl bei VS als auch für Delphi diverse Komponenten, die das alles besser und einfacher können, brauch ich aber trotzdem nicht, weil ich da einfach auch in 20 jahren zu viel kennengelernt hab, was es schon lange nicht mehr gibt.

Mein ganz entscheidener Vorteil ist aber auch, das ich als Chef in unserem Unternehmen selber entscheiden kann, womit wir arbeiten. Wer als Angestellter in seiner aktuellen Position das nehmen muss, was sein Chef sagt, hat da schon eine ganz andere Position. Und wer dazu eh kein Bock hat und sich daher eine neue Stelle sucht, der ist vielleicht mit der Pascalsprache nicht unbedingt extrem gefragt, aber man sollte nicht unterschätzen, das man durch auch bei entsprechender Kompetenz und Erfahrung sehr gute Gehälter fordern kann, denn in vielen Unternehmen erreichen die Delphi Programmierer mittlerweile ein Alter, das nicht merh weit von der Rente entfernt ist. Das sehe ich bei einigen Kunden und diverse Kunden suchen auch mehr oder weniger aktiv Nachfolger für solche Entwickler und würden gerne auch jemanden nehmen, der noch nicht 100% auf der Kappe hat, aber lernfähig ist und sich mit dem, was bereits vorhanden ist, aktiv auseinander setzen möchte, ohne immer nur zu hören, das man das alles besser neu schreiben sollte .....

Wer Delphi nach x Jahren also durch was anderes ersetzen möchte, muss sich immer überlegen, welches Know How man dabei neu lernen möchte. irgendwelche blöden Schleifekonstrukte und Variablen sind dabei noch geringste Problem. Das wahre Vokabular lernst du erst durch konkrete Anwendung. Die Bedienung der IDE gehört dazu. F5 oder F9 lernt man schnell, aber ein Delphi VCL Projekt mit den ganzen Units in eine standardkonforme VS Solution zu übertragen, ist da alleine schon ein wenig mehr Aufwand.

Und dadurch hast du noch keinerlei Vorteil, wenn deinen Kunden oder Chef nur die Funktionalität der Executable interessiert und von dir keine Ausreden anhören will, warum du zwar viel Geld kassierst oder zeit verballerst, aber seit 2-4 Jahren an der Portierung arbeitest, ohne das dadurch eine identisch bedienbare Software mit gleichem Funktionsumfang zu erstellen.
Holger Klemt
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