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Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

Ein Thema von Medium · begonnen am 26. Jul 2016 · letzter Beitrag vom 12. Aug 2016
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Seite 7 von 7   « Erste     567
SProske

Registriert seit: 16. Feb 2015
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Delphi 10.2 Tokyo Enterprise
 
#61

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 5. Aug 2016, 15:41
Als Muttersprachler kannst du dich aber automatisch als C2 einstufen.
Es geht um Text/Sprachverständnis, nicht darum Hochdeutsch zu sprechen.
Sebastian
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Benutzerbild von p80286
p80286

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6.658 Beiträge
 
Delphi 7 Personal
 
#62

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 5. Aug 2016, 16:11
Nun das halte ich für vermessen, denn
Zitat:
Das Goethe-Zertifikat C2: Großes Deutsches Sprachdiplom ermöglicht ausländischen Studierenden den Zugang zu deutschen Universitäten und Hochschulen und dient vielerorts als sprachlicher Nachweis, um Deutsch unterrichten zu können.
Ich maße mir nicht an, anderen Unterricht in der deutschen Sprache zu erteilen.

Mir geht es aber um diese seltsame Einstufung "C1". Entweder ein Bewerber hat die notwendige sprachliche Kompetenz, oder aber er hat sie nicht. Dafür benötige ich keinen Zettel auf steht, daß er irgendwann einmal eine Sprachkompetenzprüfung der Stufe XY bestanden hat.
(Wenn ich einige Äußerungen (sprachlich und schriftlich) der Kommilitonen meiner Kinder zur Kenntnis nehme, komme ich allerdings zu der Überzeugung, daß die AHZB und Sprachkompetenz sich nicht gegenseitig bedingen)


Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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SProske

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116 Beiträge
 
Delphi 10.2 Tokyo Enterprise
 
#63

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 5. Aug 2016, 16:24
Sprachlevel lt. GER (http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/)
Zitat:
C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse
Kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen. Kann sich spontan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. Kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen. Kann sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden.

C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse
Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.
An diesen orientiert sich auch die Goethe-Zertifizierung.
Es geht also nicht darum, dass du die pädagogischen oder grammatischen Fähigkeiten besitzt, eine Sprache zu lehren - sondern es ausreichend gut sprichst, um dich mit den Lernenden unterhalten zu können.

Wie die Formulierung annähernd muttersprachliche Kenntnisse nahelegt, ist man als Muttersprachler eigentlich noch ein Level darüber und muss sich über das Sprachlevel keine Gedanken machen.
Ich würde auch davon ausgehen, dass das C1 einem Bewerber in etwa zeigen soll, wie gut er die Sprache beherrschen muss, um eine Chance zu haben - nicht dass er dafür einen Zettel vorlegen muss.
Unter "notwendige sprachliche Kompetenz" könnte ich mir als Vorraussetzung weniger ein Bild machen, als unter C1 oder vergleichbar.
Sebastian
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mensch72

Registriert seit: 6. Feb 2008
828 Beiträge
 
#64

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 5. Aug 2016, 18:54
Eben wegen des "gewünschten Sprachlevel" hat man als Firma es heute bei Berwerbungen unter Umständen auch schwer.

Da gibt es so nette Vorschriften, ala niemand darf wegen seiner Herkunft oder Abstammung benachteiligt werden... soweit so gut, nur muss ich wenn ich mir jemanden aussuche den ich einstellen will, eben neben dessen fachlicher Kompetenz auch dessen "kommunikative Kompatibilität" mit meinen Kunden&Partnern als Entscheidungskriterium mit einbeziehen.
Ich habe nix gegen noch hörbares sächsisch/schäbisch/friesisch/regional-XY, aber wer wirklich nur Regiolaldialekt spricht, für den hätte ich keine Verwendung.
Wer neben seiner Muttersprache kein "C1 deutsch" kann, dafür aber C1(+) in englisch... mit dem komme ich auch aus. Es muss nur eine gemeinsame Sprache geben, wo ich mich nicht frage ob mich mein gegenüber fachlich nicht verstehen kann und/oder sprachlich mich nicht verstehen will bzw. kann.

Ich bin bei Leuten mit noch erkennbaren Sprachlücken, die aber erst kurz hier, deutlich tolleranter als bei Leuten die schon ewig hier oder gar hier geboren und keine 3 zusammenhängende lange deutsche Sätze auf die Reihe bringen/verstehen.
Wenn es fachlich passt und egal ob es mir durch Foto/Nachnamen sinnvoll erscheint, brauche ich dann am Telefon keine 2 Minuten um zu wissen, ob es noch ein persönliches Gespräch geben wird.

Und weil ich das bewusst rein subjektiv entscheide, und das leider rechtlich so nicht mehr offen mitteilen darf, bekommen leider alle bei uns im Fall der Ablehnung nur noch völlig unpersönliche aber rechtlich abgesicherte Antwortschreiben. Mit Akademikern haben wir es effektiv sogar einfacher. Die sind notfalls "Überqualifiziert" und wir bedauern denen auf Dauer kein ihrer Qualifikation angemessenes Arbeitsumfeld bieten zu können... für nicht studierte bei Ausschreibung als Studium "oder vergleichbar" hatte man bei den Nichtberücksichtigten dann eben Berufsakademie gemeint.
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Benutzerbild von Codehunter
Codehunter

Registriert seit: 3. Jun 2003
Ort: Thüringen
2.231 Beiträge
 
Delphi 10.4 Sydney
 
#65

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 12. Aug 2016, 18:35
Um mal auf das Ursprungsthema zurück zu kommen:

Ich habe letztens eine Aussage einer IHK gelesen, wonach wesentlich mehr junge Leute den akademischen Bildungsweg einschlagen als früher. Mithin sei a) die Qualität der akademischen Abschlüsse gesunken und b) weniger Bewerber für den dualen Ausbildungsweg vorhanden.

Somit sehe ich die Forderung nach akademischen Abschlüssen in Stellenausschreibungen zwiespältig. Ich selbst habe mich früher schon zweimal auf Stellenausschreibungen mit ausdrücklich akademischer Zielgruppe beworben und wurde trotz Fehlen eines solchen eingestellt.

Ich kenne auch einen Fall von Dipl.-Inf. der 18 Semester studiert hat, dem würde ich nicht mal die Umsetzung einer statischen Webpräsenz anvertrauen würde.

Der Punkt ist einfach, dass es für Arbeitgeber sehr schwierig ist, geeignete Bewerber zu finden. Mit der Forderung nach Abschlüssen meint man oft, eine sinnvolle Selektion herbeiführen zu können. Damit wiegt man sich aber in falscher Sicherheit, denn selbst gute Abschlüsse von heute sind nicht unbedingt gleichzusetzen mit mittelmäßigen Ausbildungsergebnissen plus Berufserfahrung von vor 15 oder 20 Jahren.

Entscheidend ist wohl für jeden Arbeitgeber, aus der Masse der Bewerber (so man denn überhaupt eine Masse bekommt) den oder diejenigen heraus zu picken, die am besten geeignet sind. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Darum würde ich selbst mich wieder auf Stellen mit Forderung nach akademischen Abschlüssen bewerben und dies auch anderen Leuten mit "einfacher" Berufsausbildung empfehlen.
Ich mache grundsätzlich keine Screenshots. Schießen auf Bildschirme gibt nämlich hässliche Pixelfehler und schadet der Gesundheit vom Kollegen gegenüber. I und E zu vertauschen hätte den selben negativen Effekt, würde aber eher dem Betriebsklima schaden
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Rollo62

Registriert seit: 15. Mär 2007
3.208 Beiträge
 
Delphi 10.4 Sydney
 
#66

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 12. Aug 2016, 20:23
Was sollen die ganzen Formalien ?

Ich pflege bei solchen Gesprächen, wie auch im wirklichem Leben, den Leuten gerne mal ganz auf dumm
gestellt ein paar "unterschwellige, dumme" Fragen zu stellen,
die aber eine entsprechende fachliche Antwort nach sich ziehen müssen.

Wenn dann nichts Konkretes kommt oder nur Hype-Geblubber dann weiss ich schonmal zu 99.9% wo
ich mit meinem Gegenüber dran bin.

Ob mit oder ohne Ing./Dr./Prof. das funktioniert immer, weil ohne Hintergrundwissen keine
fachliche Kompetenz "gespielt" werden kann.

Seitdem ich von meinen Nachrichtentechnik-Studenten gehört habe das sie MsProjekt-Bedienung lernen müssen im EDV-Kurs, traue ich an keinen Bachelor mehr

Rollo
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