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Zurück Delphi-PRAXiS Delphi-PRAXiS - Lounge Klatsch und Tratsch Bastard Operator From Hell my own story

Bastard Operator From Hell my own story

Ein Thema von Luckie · begonnen am 12. Okt 2015 · letzter Beitrag vom 1. Sep 2016
Antwort Antwort
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Benutzerbild von Sharky
Sharky

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8.248 Beiträge
 
Delphi 2006 Professional
 
#11

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 13. Okt 2015, 10:31
Okay, dann möchte ich auch eines meiner Hig-Lights zum besten bringen.

Vor vielen Jahren arbeitete ich in einem kleinen Systemhaus und habe unteranderem auch Netzwerke bei Kunden installiert.
Eine Firma (zu dem Zeitpunkt noch kein Kunde von us) von der Weinstrasse hat bei uns angerufen und gefragt ob wir einmal ihr Netzwerk prüfen könnten. Einige der Rechner hätten immer probleme sich mit dem Server zu verbinden.

Also bin ich da mal hingefahren um mir das anzusehen. Und habe dan das "herausgefunden":

1. Netzwerktyp: 10Base2 (Koaxial Verkabelung). Das war zu der Zeit noch normal.
2. Das Kabel wurde in der Produktionshalle über die an der Decke hängenden Leuchtstoffröhren verlegt. (Wie? Was? Störung?
3. Ich habe in mühevoller kleinarbeit (Raum zu Raum) die Länge des Kabels gemessen. Es waren sage und schreibe 1450 Meter. Für die nicht Netzwerker: Ein 10Base2 Segment darf maximal 185 Meter lang sein!

Der "ITler" vor Ort (okay, er machte das nur neben seiner eigentlichen Aufgabe als Buchhalter; glaubte aber er könne alles) hat das überhaupt nicht verstanden als ich ihm erkläre woher die Störungen kommen.

Nach einem Gespräch mit dem Firmenchef und der Segmentierung der LANs ging dann alles

bis......

tja bis zwei Wochen später der "Ich bin super ITler weil ich ein Buch gelesen habe" bei mir angerufen hat und sich recht laut darüber beschwerte das fünf der 20 neuen Netzwerkkarten schon defekt sind.
Das hat mich etwas verwundert und ich bin direkt zu der Firma gefahren. Begrüsst wurde ich von ihm und seinem Chef mit wilden Beschimpfungen was für einen Schrott wir doch liefern (ich fand die 3COM Netzwerkkarten immer gut).

Nach 10 Minuten wurde es dann plötzlich ganz still; nämlich das der ITler erzählte er hätte einen neue Netzwerkdose gesetzt und dafür

... Achtung....
... jetzt kommt es ......

... Drommel wirbel ....

Das Netzwerkkabel im laufenden Betrieb mit einem Seitenschneider durchtrennt!

Auf meine Frage ob er schon einmal etwas von einem Kurzschluss gehört hätte und ob er das auch bei einer 220V Leitung machen würde und dann behauptet würde das alle Geräte die das nicht überlebt hätten "Schrott gewesen wären. Wurde er zu erst ganz aufmüpfig; aber dann ganz klein als der Chef zu mir sagte "Bitte entschuldigen Sie unsere Unterstellung das ihre Waren defekt waren; den Rest kläre ich mit Herrn XX in einem persönlichen Gespräch".

Von dem Herrn habe ich in dieser Firma nie wieder etwas gesehen.
Stephan B.
"Lasst den Gänsen ihre Füßchen"
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p80286

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Delphi 7 Personal
 
#12

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 13. Okt 2015, 12:11
Dann lass ich die Sekretärin ran und traue meinen Augen nicht: Sie gab ein "O" anstelle "0" ein. Klar, ein großes "O" in einem numerischen Eingabefeld kann nicht funktionieren.

"Das mache ich schon immer so" (auf der Schreibmaschine, sie war 40+) meint sie, und das habe sie als Bürokauffrau auch so gelernt
Ersteres ist immer noch nicht ausgerottet, übrigens 1 und l wird auch noch gerne genommen. Die modernere Version ist es Leerzeichen überall wo es paßt und wo es nicht paßt einzufügen, wg. besserer Lesbarkeit, ein Hoch auf prop. Fonts.

Und immer noch beliebt "ist der Stecker drin?" und "ist eigeschaltet?" damit macht man sich richtig Freunde.

Zu Zeiten der Arbeitsplatzdrucker hatten wir Kyocera-Modelle im Einsatz. Bei diesen wurden Trommel und Toner separat getauscht. Insbesonders Toner(cartuschen)tausch war eine sehr beliebte Aufgabe, weil immer gerne etwas Toner daneben fiel. Nun gab es einen Kollegen der ordentlich Durchsatz produzierte, daher oft neuen Toner brauchte, sich aber gleichzeitig damit brüstete ein mehr als rudimentäres techn. Verständnis zu besitzen.
Dieser rief eines Tages an und bestellte schnellstmöglich neuen Toner für seinen Drucker. Unsere stud. Aushilfe (weibl.) schnappte sich ein sixpack Toner und verschwand. Nach einer halben Stunde war sie wieder da und erzählte mit breitem Grinsen, daß der Kollege das selbst erledigt hätte, da das nun wahrhaftig keine Arbeit für eine Frau sei!

Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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vagtler

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#13

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 13. Okt 2015, 12:53
Das mit dem Arbeitsplatzdrucker habe ich nicht verstanden. Was ist daran lustig?
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Jumpy

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Delphi 6 Enterprise
 
#14

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 13. Okt 2015, 13:22
Ich vermute mal, dass der Kollege das selber gemacht hat, um die junge Dame zu beeindrucken und damit diese sich nicht die Hände schmutzig macht. Dabei aber eine halbe Stunde gebraucht hat. Während die besagte junge Dame, die wahrscheinlich den halben Tag nix anderes macht, das in 2 Minuten erledigt hätte.
Ralph
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BUG

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2.094 Beiträge
 
#15

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 13. Okt 2015, 13:24
Ersteres ist immer noch nicht ausgerottet, übrigens 1 und l wird auch noch gerne genommen.
Nagut, theoretisch könnte man sich darauf einstellen und bei numerischen Feldern auch das annehmen

Ich traute mir damals aber nicht, dem Beamter dies mitzuteilen. Dann hätte der ja nur noch seine verbleibenden 20 Zahlen in SAP gehabt.
Als ob der das im Grunde nicht wissen würde; Leute sind im Regelfall ja nicht ganz doof
Ich finde das Konzept der bullshit jobs eigentlich ganz interessant.

Ohne jetzt selbst etwas beitragen zu können: auf thedailywtf.com (IT-Fokus) und clientsfromhell.net (Freelancer-Fokus) findet man eine Menge solcher Geschichten ... aber was von Leuten zu hören, die man aus der DP kennt, ist natürlich was anderes.

Geändert von BUG (13. Okt 2015 um 13:30 Uhr)
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mm1256

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#16

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 13. Okt 2015, 14:44
Ersteres ist immer noch nicht ausgerottet, übrigens 1 und l wird auch noch gerne genommen.
Nagut, theoretisch könnte man sich darauf einstellen und bei numerischen Feldern auch das annehmen
Da fahre ich lieber alle 20 Jahre mal nach Neuss und lerne einen Kunden - den ich übrigens heute noch habe - persönlich kennen
Gruss Otto
Wenn du mit Gott reden willst, dann bete.
Wenn du ihn treffen willst, schreib bei Tempo 220 eine SMS
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Luckie
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#17

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 16. Okt 2015, 02:21
Argh. "Herr Puff, Herr Puff an den den Computerarbeitsplätzen von den Lehrern funktioniert der Drucker nicht. Die Druckaufträge sammeln sich in der Druckerwarteschlange." Ich voller Panik in das andere Gebäude gelaufen. Da scheint es ja wirklich zu brennen. Eingeloggt als lokaler Admin. Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist das Wort "Administrator" auf einer ungewohnten Tastatur zu tippen? Nun ja, habe es endlich geschafft mich als lokalen Administrator einzuloggen auf dem Rechner. Und tatsächlich eine Leiche in der Druckerwarteschlange. Ein Blick auf das Display des Druckers: "Papier alle. Bitte legen sie Papier nach", oder so ähnlich. Aber es war klar, dass der Drucker nur Papier wollte. Schwerste Aufgabe für mich: Papier in dem Arbeitsraum zu finden. Kassette raus. Papier rein. Taste am Drucker gedrückt. Problem gelöst. Und der Drucker hat 20 Seite ausgespuckt. Waren natürlich nicht zuordbar. Also ab in den Papiermüll.

Nur zur Info wo eure Steuergelder hingehen. In den Papiermüll. Aber mittlerweile bin ich da abgehärtet. So nach dem Motto: "Ist nicht mein Geld." Ich hätte ja schon längst einen Karton hingestellt: Schmierpapier. Wo alle Drucke rein wandern, die umsonst sind. Auf der Rückseite kann man noch prima rumschmieren, Notizen machen
Michael
Ein Teil meines Codes würde euch verunsichern.
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Luckie
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Delphi 2006 Professional
 
#18

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 16. Okt 2015, 02:53
Klein Story vom Anfang meines Jobs in der IT-Servicestelle der Berufsschule.

Ich bin Jungfrau vom Sternzeichen. Gut, ich gebe da nicht viel drauf. Aber Jungfrauen wird nach gesagt, dass sie ordentlich sind. Aber das scheint zu passen.

Regal im Büro. Mit Kartons. Da wurde alles wild reingeschmissen: Mäuse, Netzkabel, Tastaturen, Monitorkabel. Alles wild durcheinander. Auftrag vom Admin: "Die brauchen da und da einen Computer. Nimm die Kiste da, deinstallier das und das. Nimm ihn aus der Domain. Kein Lan. Nix und stell ihn in den und den Raum auf." Ich: "OK." War kein Problem für mich. Nur dann alles zusammen suchen: Tastatur, Kabel, Maus, Monitorkabel. Argh.

In einer freien Minute habe ich dann mal alle Kartons geordnet und beschriftet: Monitorkabel VGA, Mäuse, Netzkabel, Tastaturen (OK, den Karton hätte man auch so erkannt.), Netzteile, Mehrfachsteckdosen, Zeitschaltuhren, USB-Kabel, Lan-Kabel, ...

Aber worauf ich hinaus will. Neue Rechner für einen Klassenraum bekommen. (Irgendwer kam auf die geniale Idee, die Thinclienst gegen Desktops zu tauschen. "Ja, das läuft ja alles über das Netzwerk und wenn wir PDFs erstellen (mit 20 MB Grafiken full HD BMP ), dann können wir die nicht öffnen, weil das Netzwerk zusammen bricht.)Nun ja. Eine Palette Dell Rechner. Alles dabei: Maus, Tastatur, Netzkabel. Ich: "Kann man die nicht ohne das ganze Zeug bestellen? Mäuse und Tastaturen haben wir genug." "Ja klar ginge das. Und ich bin auch deiner Meinung. Nur dann wäre die Bestellung komplizierter weil Dell das eben alles in einem Karton liefert." Ergebnis: Ich habe wieder drei Kartons Tastaturen im Regal im Büro unterbringen müssen. Von den Netzkabeln und Mäusen gar nicht zu sprechen.

"Wie, auf der Tastatur sind Tasten vertauscht von einem gelangweilten Schüler? Wandert in den Schrott. Gib her und nimm diese."

"Brauchst eine Maus? Greif in den Karton."

Ich meine, würde eine Firma so wirtschaften, die wäre schneller pleite, als dass sie "Papp" sagen könnte. Aber leider stumpft man auch ab. Man hat zu Anfang Ideale. Verabschiedet euch ganz schnell davon, wenn ihr für eine öffentliche Institution arbeitet.

Thinclients super zu pflegen. Software muss nur auf dem Server aktuell gehalten werden. "Nee ist doof. Wir wollen das nicht." Da kann man nur mir den Achseln zucken und sagen: "OK, dann kommt mit den Ausfällen klar, weil wir die Software nicht laufend aktuell halten können. Dann müssen wir rum rennen und alles manuell updaten."
Michael
Ein Teil meines Codes würde euch verunsichern.

Geändert von Luckie (16. Okt 2015 um 03:17 Uhr)
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vagtler

Registriert seit: 9. Jul 2010
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667 Beiträge
 
Delphi 2010 Professional
 
#19

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 16. Okt 2015, 08:42
[...] Ich hätte ja schon längst einen Karton hingestellt: Schmierpapier. Wo alle Drucke rein wandern, die umsonst sind. [...]
Da frage ich mich: warum der Konjunktiv? Warum hast Du nicht?

[...] "Wie, auf der Tastatur sind Tasten vertauscht von einem gelangweilten Schüler? Wandert in den Schrott. Gib her und nimm diese."

"Brauchst eine Maus? Greif in den Karton."

Ich meine, würde eine Firma so wirtschaften, die wäre schneller pleite, als dass sie "Papp" sagen könnte. [...]
Ganz im Gegenteil. Eine Reparatur einer 08/15-Tastatur ist unwirtschaftlich, genauso wie die einer Maus.
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Benutzerbild von Memnarch
Memnarch

Registriert seit: 24. Sep 2010
736 Beiträge
 
#20

AW: Bastard Operator From Hell my own story

  Alt 16. Okt 2015, 09:25
Dann müssen wir rum rennen und alles manuell updaten.
Über wieviele Rechner gehts den da o.O?
Da man Trunc nicht auf einen Integer anwenden kann, muss dieser zuerst in eine Float kopiert werden
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