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Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

Ein Thema von Medium · begonnen am 26. Jul 2016 · letzter Beitrag vom 12. Aug 2016
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Lemmy

Registriert seit: 8. Jun 2002
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#11

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 09:49
Heutzutage wird leider für die primitivsten Aufgaben Abitur oder Studium vorausgesetzt, obwohl die auch jemand ohne so einen Abschluss erledigen könnte. Aber die Personaler machen es sich so natürlich einfacher.
Schon mal überlegt warum?

Wenn ich an meine Schulzeit denke (1990 Abschluss): Ein guter bis sehr guter Realschulabschluss war notwendig um zur Bank zu kommen, mit einem guten Hauptschulabschluss war es kein Problem eine Handwerkerlehre zu beginnen.

Nachdem aber niemand mehr auf die Hauptschule wollte (meiner Meinung politisch so gewollt) wurde halt die Realschule zur Resterampe und alles was gerade aus laufen konnte wurde da rein gesteckt und damit flüchteten die "besseren" Schüler aufs Gymnasium, und am Ende war man gezwungen überall das Niveau zu senken, damit der Großteil den Abschluss schafft.

Dazu kommt noch, dass es inzwischen (ok war damals auch schon so) hip ist, in Mathe ne Niete zu sein. Wer gut in Mathe ist, der ist... mir fällt einfach kein schlimmes Schimpfwort mehr ein. Und genau die Typen die keinen blassen Schimmer von Mathe haben, machen jetzt die Lehrpläne, in denen dann so was steht:


"Mit den Arbeitsweisen und Methoden des Mathematikunterrichts wird ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit im Sinne der Leitperspektive Prävention und Gesundheitsförderung geleistet. Die Schülerinnen und Schüler erwerben durch Beobachtung von modellhaftem Verhalten sowie durch eigene Erfahrungen Lebenskompetenzen vor allem in den Lern- und Handlungsfeldern "Gedanken, Emotionen und Handlungen selbst regulieren" und "ressourcenorientiert denken und Probleme lösen". Insbesondere können sie sich im Mathematikunterricht in ihrem Handeln als selbstwirksam erleben. "


und das beste:

"Differenzierung und Individualisierung sollen auch genutzt werden, um den Schülerinnen und Schülern, die sich ein Studium im MINT-Bereich vorstellen können, inhaltlich über die Standards hinausgehende Vertiefungen anzubieten."

Sprich: ein Abitur ist nicht mehr dafür geeignet ein MINT Studium zu beginnen. Was ist dann erst mit den Mathekenntnissen in der Realschule?
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Neutral General

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#12

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 09:56
Und wenn ich mich wiederhole: Wenn ich mich nur auf die Stellen beworben hätte, deren Qualifikation ich erfüllt hätte, wäre ich heute noch Vermessungsingenieur. Und nochmal: ich denke das kommt stark auf die Person an.
Klar, ich sag ja nicht dass man sich auf sowas nicht bewerben soll. Ganz im Gegenteil. Aber viele Nicht-Akademiker werden die geforderten Qualifikationen vllt. verunsichern.

Warum? Ich bin Akademiker, aber kein ITler. Aber wir hatten weder Teamleitung noch Projektleitung im Studium....
Ich habe ja auch von IT-Akademikern gesprochen. In meinen 2 Semestern Studium Informatik war allein im 1. Semester eine Vorlesung "Projektmanagement".
Quereinsteiger sind ja nochmal ein ganz anderes Thema.
Michael
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but because their imagination reveals worlds that others cannot see."
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Phoenix
(Moderator)

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#13

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 10:08
Grundsätzlich gibt es nichts dagegen einzuwenden wenn eine Firma aus bestimmten gründen Akademiker für bestimmte Positionen will.
Einer unserer Kunden treibt das so weit, dass in etlichen seiner Flure an den Türschildern jeder Name mit Dr. beginnt, und das brauchen die auch.

Es ist auf der anderen Seite aber in der Tat so, dass in vielen Stellenausschreibungen einfach mal so proforma ein Studium als Wunschqualifikation drin steht, obwohl das für den Posten nicht notwendig ist. Aus Arbeitgebersicht wollen die natürlich die bestqualifizierten Leute haben, aber der potentielle Bewerber der eben nicht studiert hat kann sich dadurch schon abgeschreckt fühlen. Ich finde es muss nicht sein, das so inflationär in Stellenausschreibungen reinzukklatschen wie es gemacht wird.
Sebastian P.R. Gingter
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#14

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 10:19
Grundsätzlich ist wohl das Wissen, die Berufserfahrung und die soziale Kompetenz ausschlaggebend für die Besetzung einer Stelle. Auch ein Doktor-Grad garantiert dieses nicht.
Natürlich machen es sich die HCM-Leute leicht, aber viele wissen auch gar nicht worum es geht, weil sie nicht im Thema stehen.
Im jetzigen Projekt wimmelt es nur so vor Doktoren und Dipl.-Ing´s, aber trotzdem arbeiten hier auch Leute ohne akademischen Abschluß und machen ihren Job sehr gut. Bestimmte Qualifikationen werden eben im Forschungsumfeld gebraucht, im IT-Bereich hat vieles mit Erfahrung und erfolgreichem Abschluss von Projekten zu tun. Ich bin (natürlich) kein Programmier-Guru, aber habe mich im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt, bilde mich weiter und lese regelmäßig Fachliteratur. Letztere beide Punkte waren für mich immer wichtiger bei Neu-Einstellungen, als ein irgendwann gemachter Abschluß.
Thomas Forget
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#15

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 10:56
Nach Akademikern im IT-Bereich zu fragen, ist eigentlich nicht schlimm. Ein Großteil davon sind auch nur Menschen. Allerdings schränkt man sich mit dieser Wahl sehr ein.

Die Frage ist schließlich, egal ob Universitätsbesuch, Fachausbildung oder autodidakte Erfahrungssammlung, ob man sich auf seinem Wissensstand ausruht, oder gewillt ist,
sich weiterzuentwickeln.

Ich würde eher dazu raten, einen fachspezifischen Fragebogen für die auszuschreibende Stelle vorzubereiten, vorzusortieren, danach ein ausführliches Gespräch mit den possiblen Delinquenten zu führen.

Und: Auch Begriffe wie "autodidakt" gelten mittlerweile als negativ vorbehaftet, dies würde ich auch genauso vermieden sehen wollen, wie Akademiker a priori als inkompetente Egomanen abzutun.
Peter

Geändert von bytecook (26. Jul 2016 um 10:58 Uhr)
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#16

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 12:03
In der Tat habe ich noch nicht erlebt, daß jemand die Forderung nach einem "Akademiker" belächelt hatte.
Im Ernst? Ich hab hier schon oft Akademiker-unfreundliche Sachen gelesen. Manche Autodidakten fühlen sich auf den Schlips getreten fühlen wenn man erwähnt, dass jemand mit einer anderen Ausbildung nützliche Fähigkeiten haben könnte die man sich schwer selbst aneignet.
Das Theorie vs. Praxis-Argument was dann häufig kommt, finde ich auch merkwürdig. Informatik ist kein rein theoretisches Studio, und praktische Übungen sind im Prinzip Erfahren die man an sorgfältig ausgewählten Problemen macht. Klar fehlen "frischen" Akademiker ein paar praktische Erfahrung im Projektmanagement und in Arbeit in der Industrie ... aber nach ein paar Jahren auf einer Junior-Position sollten halt auch die da sein.


Man darf auch nicht vergessen, dass so eine Mitarbeiter-Auswahl auch dem Arbeitgeber Geld kostet und dass man das durch Filtern reduzieren kann. Ich kann mir auch vorstellen, dass das verhindert, dass einem das Arbeitsamt Leute vorbeischickt, die mal einem Office- oder Programmierkurs gemacht haben.
Intellekt ist das Verstehen von Wissen. Verstehen ist der wahre Pfad zu Einsicht. Einsicht ist der Schlüssel zu allem.

Geändert von BUG (26. Jul 2016 um 12:52 Uhr)
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#17

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 12:48
Es kostet den Arbeitgeber aber viel mehr Geld, wenn er eben nicht in der Lage ist ein Talent (Neu-Deutsch) zu erkennen oder eben nicht. Das hilft es nicht nur den den akademischen Abschluss zu fordern/betrachten. Weitere Fragen in dem Zusammenhang sind, ob der AG überhaupt die Zeit jemanden über Jahre einzuarbeiten, oder ob der Bewerber sofort "funktionieren" muss, ob die Kommunikationsfähigkeit gegeben ist, ob ein Bewerber in der Lage ist sich schnell in neue Sachverhalte einzuarbeiten und ob er bereit ist sich kontinuierlich weiterzubilden.
Der Begriff "Autodidakt" ist meiner Ansicht nach in den letzten Jahren wirklich ein wenig in Verruf geraten. Aber woran liegt das ? Sicherlich auch an den Autodidakten, die zwar super viele Skills in ihrem Profil haben, aber kaum etwas davon beherrschen oder nur sehr mangelhaft. Aber das war in den Neunzigern des vorigen Jahrhundert auch mit den "Zertifizierten" mal so, weil Microsoft Einem die Dinger fast hinterher geschmissen hat und die Zertifikate einfach nicht viel wert waren. Die Personaler haben sich davon aber auch blenden lassen.
Thomas Forget
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#18

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 13:05
Es kostet den Arbeitgeber aber viel mehr Geld, wenn er eben nicht in der Lage ist ein Talent (Neu-Deutsch) zu erkennen oder eben nicht. Das hilft es nicht nur den den akademischen Abschluss zu fordern/betrachten.
Aber selbst dann: Wenn man damit relativ sicher einen durchschnittlichen Entwickler bekommt, dann ist dass eventuell auch wert, dass man dafür ein paar potenziell überdurchschnittlichen Entwickler wegfiltert ... gerade wenn man keinen erprobten Recruiting-Prozess hat.
Keine Ahnung wie es bei anderen Unis aussieht, aber bei uns kann man im Regelfall spätestens mit den Master-Studenten (also im Masterstudium) ordentlich arbeiten.
Intellekt ist das Verstehen von Wissen. Verstehen ist der wahre Pfad zu Einsicht. Einsicht ist der Schlüssel zu allem.
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TRomano

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#19

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 13:14
Keine Ahnung wie es bei anderen Unis aussieht, aber bei uns kann man im Regelfall spätestens mit den Master-Studenten (also im Masterstudium) ordentlich arbeiten.
Wir hatten voriges Jahr in einem Projekt auch sechs, acht Studenten im dualen Studium und hatten dort das Problem, dass die an der Uni alle Java lernten/vertieften, aber bei uns Delphi oder C# brauchten. Also haben wir erst einmal einen Delphi-Kurs aufgebaut/durchgeführt. Ganz so leicht ist es in der Praxis nicht ...
Thomas Forget
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Benedikt Magnus

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#20

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 26. Jul 2016, 13:25
Wir hatten voriges Jahr in einem Projekt auch sechs, acht Studenten im dualen Studium und hatten dort das Problem, dass die an der Uni alle Java lernten/vertieften, aber bei uns Delphi oder C# brauchten. Also haben wir erst einmal einen Delphi-Kurs aufgebaut/durchgeführt. Ganz so leicht ist es in der Praxis nicht ...
Java ist einer der Hauptgründe, warum ich mich derzeit wohl gegen ein Informatikstudium entscheiden werde. Außerdem ist ein solches doch eher ein Studium der Computerlehre (deshalb der hohe Anteil an Mathematik, Physik und Logik). Welchen Nutzen (neben dem Allgemeinnutzen bzw. in speziellen Anwendungsfällen) haben solche Kenntnisse als Programmierer oder Entwickler überhaupt?
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