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Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

Ein Thema von messie · begonnen am 7. Dez 2010 · letzter Beitrag vom 6. Apr 2011
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MrSpock
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#431

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 20:43
Wenn man sich z.B. den Strommix im Südwesten anschaut und dort liest, dass wir hier im Südwesten mehr als 65690 Millionen KWh Strom verbrauchen, von denen mehr als 50% aus der Atomkraft kommen, ist trotz aller Emotionen in der Debatte zu analysieren, welche Alternativen wir haben.
Achtung: Die Statistik gibt an, wie viel Strom in Baden-Württemberg erzeugt wurde, nicht wie viel verbraucht wurde. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Ja, hast du Recht! Der Verbrauch ist tasächlich noch deutlich höher:

Zitat:
Der Stromverbrauch in Baden-Württemberg ging
nach einem absoluten Höchststand im Jahr 2007
in Höhe von 83 106 Mill. kWh oder 83,11 Terawattstunden
(TWh) im Jahr 2008 um rd. 2 %
zurück auf 81,35 TWh.
heißt es hier(www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/806110003.pdf).
Albert
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#432

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 20:51
Wenn man sich z.B. den Strommix im Südwesten anschaut und dort liest, dass wir hier im Südwesten mehr als 65690 Millionen KWh Strom verbrauchen, von denen mehr als 50% aus der Atomkraft kommen, ist trotz aller Emotionen in der Debatte zu analysieren, welche Alternativen wir haben.
Achtung: Die Statistik gibt an, wie viel Strom in Baden-Württemberg erzeugt wurde, nicht wie viel verbraucht wurde. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Ja, hast du Recht! Der Verbrauch ist tasächlich noch deutlich höher:

Zitat:
Der Stromverbrauch in Baden-Württemberg ging
nach einem absoluten Höchststand im Jahr 2007
in Höhe von 83 106 Mill. kWh oder 83,11 Terawattstunden
(TWh) im Jahr 2008 um rd. 2 %
zurück auf 81,35 TWh.
heißt es hier(www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/806110003.pdf).
Dort steht aber nicht, wie viel davon Atomkraft ist.
 
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Assarbad

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#433

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 20:57
Hallo Oli, hast du denn die Antwort auf alle Sachfragen oder auch nur auf wichtige Fragen wie z.B. die Energiepolitik?
Nein.

Wieso stimmen wir denn über Pappnasen ab. Es gibt doch eine ganze Reihe intelligenter Köpfe, die zur Wahl stehen: Physiker, Ärzte, Juristen. Alles Pappnasen?
Die meisten, ja. Mit der Bezeichnung "Pappnase" war nicht deren Intelligenz infrage gestellt - vielmehr ist damit gemeint, daß wir "Personen" oder "Persönlichkeiten" wählen und eben gerade nicht eine differenzierte Auswahl haben. Es gibt Themen da bin ich bei der CDU, andere da bin ich bei der SPD und dann einige da bin ich bei FPD, Linken oder Grünen.

Und genau das war es was die Piraten bis zu ihrer "Umstellung" wählbar machte. Die hatten sich einem Thema verschrieben. Und ja, ich hätte bei einer bundesweiten Stimme meine eine Stimme durchaus für dieses eine Thema "ausgegeben" ... Es gibt Konservative, Liberale, Genossen und andere die sich gegen Überwachung einig sind.

Sobald ich aber nicht nach Sachthemen sondern nach Personen oder einem abstrakten Wahlprogramm wähle, welches die meisten Leute nicht lesen - und welches m.M.n. oft so langweilig geschrieben ist, daß es gute Gründe für's Nichtlesen gibt - wird's düster.

Ich beschäftige mich nicht mit allen Themen gleichermaßen. Wie sollte ich auch, der Tag hat ja nur 24h. Aber, bei den Themen mit denen ich mich beschäftige habe ich mir eine Meinung gebildet. Die ändert sich wenn ich neue Fakten lerne oder alte Mißverständnisse ausgeräumt werden, aber ich habe eine. So, und das sind schonmal mehr Themen als nur eins. Aber alle vier Jahre bin ich aufgerufen meine eine Stimme abzugeben. Nicht etwa zu einem Thema, nein: zu einem Kandidaten, einer Partei oder einem Programm. Irgendwo ist da ein Mißverhältnis.

Und mir ist durchaus bewußt, daß die C-Parteien und diverse andere gegen mehr direkte Beteiligung sind. Glücklicherweise sind die Massen auch gut verdummt und der Rest gegeneinander aufgewiegelt (Bsp.: "böse Hartz-IVer" ...). Ewig wird man mit dem dämlichen Verweis auf die 1920er und 1930er in Dtl. aber ein Mehr an direkter Beteiligung auch nicht aufhalten können.

Wer wäre denn in deinem Maßstab keine Pappnase?
Jemand der nicht aufgrund seines Charismas populär (im Wortsinne) ist, sondern der aufgrund seiner Qualifikation - unbesehen seiner Äußerlichkeiten - den entsprechenden Posten inne hat.

Und was spricht denn gegen Kommissionen? Es ist doch sinnvoll, Themen von Experten erarbeiten zu lassen, dann abzuwägen und Entscheidungen treffen.
Wenn es Experten sind, gern. Wenn diese Experten fürstlich von Steuergeldern entlohnt werden, damit sie ihre objektive Expertise und nicht etwa den feuchten Wunschtraum der einen oder anderen Seite unterstützen, immernoch gern. Leider sieht das in der Praxis meist anders aus. Schon unsere Abgeordneten, die angeblich nicht weisungsgebunden sind, sind dennoch oft überweisungsgebunden. Nämlich an die Überweisungen von diversen Konzernen und anderen Lobbyvertretern.

Nebenbei bemerkt: Weisungsgebunden sind sie ja angeblich nicht, aber Fraktionsdisziplin ein äußerst undemokratisches Instrument gibt es dennoch im dt. Parlament. Welch eine Schande.

Wie sähe denn deines erachtens ein "professionelleres" Vorgehen aus?
Mehr direkte Beteiligung. Information statt Desinformation.

Ich traue auch den radikalsten Grünen zu, daß sie dennoch die Realität sehen, daß es nicht von heute auf morgen geht. Eigentlich ist das ja im Atomkonsens schon ersichtlich gewesen ... der war auch auf Jahre in die Zukunft ausgelegt. Und wenn man in X Jahren noch immer nicht weit genug ist, na dann muß man halt nochmals entscheiden.
Oliver
"... aber vertrauen Sie uns, die Physik stimmt." (Prof. Harald Lesch)
 
Jumpy

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#434

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:03
Eben: Jeder, der Fleisch isst. Nicht die gesamte Gesellschaft.
Doch, es ist eine gesellschaftliche Verpflichtung.
Die Entscheidung, Kernenergie zuzulassen wurde von der Gesellschaft getroffen, und zwar durch die Wahl von Volksvertretern.
Nein, dadurch ist es eben keine „gesellschaftliche“ Verplichtung. Es ist eine rechtliche Verplichtung. Dass das aktuell so ist, bestreite ich nicht. Es müsste aber die Verantwortung der Betreiber sein. Genau wie jede andere Branche auch selbst für die Entsorgung ihrer Abfälle zahlen muss.

Wenn das aber so wäre, wäre der Atomstrom so unbezahlbar, dass du sicher kein stolzer Kunde der Atommafia wärst...
Es ist definitiv eine gesellschaftliche Verpflichtung. Wenn man sowas den Verantwortlichen überlässt passiert sowas.


Was ist denn, wenn wir den Müll, den wir verursacht haben, nicht bei uns Lagern?
(Ja,Ja nicht wir haben den verantwortet, sondern die Atommafia).
Aber die Mafia hat kein Land in dem sie Lagern kann. Also entweder bei uns, also bei denjenigen die den zugegebenermaßen Zweifelhaften Nutzen davon hatten. Oder aber in Afrika oder sonstwo, wo man mit ein bissle Schmiergeld, das Zeug günstig loswird. Auf kosten der armen Menschen da unten?
Wenns weg wäre könnte ich natürlich ruhiger schlafen, da ich wüßte, das bei uns nix mehr strahlt. ..... Wenn da nicht mein Gewissen wäre...
Ralph
 
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#435

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:08
Warum redest du von Atommafia? Was ist an der Energiewirtschaft, die Atomkraftwerke einsetzt, mafiös? Ist auch die Solarindustrie mafiös? Die Windradindustrie?

Ich denke man sollte hier schon differenzierter diskutieren und solche plumpen Beschimpfungen unterlassen.
Albert
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#436

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:14
Es ist definitiv eine gesellschaftliche Verpflichtung. Wenn man sowas den Verantwortlichen überlässt passiert sowas.


Was ist denn, wenn wir den Müll, den wir verursacht haben, nicht bei uns Lagern?
(Ja,Ja nicht wir haben den verantwortet, sondern die Atommafia).
Aber die Mafia hat kein Land in dem sie Lagern kann.
Wir auch nicht. Atomkraftwerke hätten deshalb einfach niemals erlaubt werden dürfen. Lässt sich jetzt natürlich nicht mehr rückgängig machen.

Aber: Wenn der Staat die Entsorgung übernimmt, dann sollen wenigstens die Konzerne das bezahlen. Was glaubst du, wie schnell die Atomenergie weg wäre, wenn die Konzerne die Entsorgung selbst bezahlen müssten? Das würde der gerade von FDP und CDU vielbeschworene „Markt“ schneller regeln, als du gucken kannst... der einzige Grund, warum sich Atomstrom in unserer Wirtschaft behaupten kann, ist, dass er über die kostenlose Entsorgung vom Staat subventioniert wird.
 
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#437

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:15
Wenns weg wäre könnte ich natürlich ruhiger schlafen, da ich wüßte, das bei uns nix mehr strahlt. ..... Wenn da nicht mein Gewissen wäre...
Ein gutes Gewissen muß man sich leider auch leiten können. Und informiert sein muß man auch erst einmal. Beides - insbesondere Letzteres - ist oft nicht gegeben.

Ich denke man sollte hier schon differenzierter diskutieren und solche plumpen Beschimpfungen unterlassen.
Die gesamte Diskussion ist - insbesondere "seit Japan" (wie es jetzt so häßlich heißt) - emotional zu aufgeladen. Auf allen Seiten! Die einen wischen jegliche Erwähnung der Risiken fort oder verweisen auf günstigen Strom ohne alle Kosten einzurechnen, die anderen meinen man könnte morgen alle AKWs abschalten und das wär's dann. Wir sind wieder bei deiner vorigen Aussage:

Nur soll keiner so tun als gebe es eine einfache Lösung dafür.
Edith meint:
[...] der einzige Grund, warum sich Atomstrom in unserer Wirtschaft behaupten kann, ist, dass er über die kostenlose Entsorgung vom Staat subventioniert wird.
Sehe ich ähnlich.
Oliver
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AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:28
Hallo MrSpock,

die Regierung hat kein Konzept vorgelegt, sondern hat mit ihren Gesetzt dafür gesorgt das die großen Konzerne viel Geld verdienen können. Das im Süden der Republik stark auf AKWs gesetzt worden ist liegt wohl auch an den Parteien die dort seit langer Zeit regieren und die anderen alternativen zum Stromerzeugen vehement verhindert haben.

Die Atomkraft ist mit ca. 200 Milliarden subventioniert worden, ich denke das 100 Milliarden an Subventionen ausreicht (1x Hypo Real Estate retten) um uns unabhängig zu machen von den AKWs.

Es ist einfach so, dass die neue Energiegewinnung vielfach nur regional ist und damit für große Konzerne nicht mehr so einfach zu kontrollieren ist. Damit schwindet natürlich mit der Zeit auch der große Einfluss an der Strombörse, die extrem durch die großen Konzerne manipuliert wird um ihre Gewinne zu steigern.

Und nochmal, man kann Strom aus den AKWs weder essen noch trinken und wenn Du Zeit hast legst Du einfach mal die Todeszone von Tschernobyl um jedes deutsche AKW und dann überlegst Du Dir ob das der Preis ist den Du bezahlen willst.

Bis bald Chemiker
wer gesund ist hat 1000 wünsche wer krank ist nur einen.
 
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#439

AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:29
Wo erscheinen die Entsorgungskosten im Haushalt? Ich meine in welchem Einzelplan? Dann könnte man vielleicht einmal prüfen, über wie viel Entsorgungskosten, die der Staat übernimmt, wir hier jährlich reden.
Albert
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AW: Atomkraft und Demokratie (abgetrennt von Boykott von Amazon)

  Alt 25. Mär 2011, 21:35
Für mich ist Atomstrom billig. die Gesellschaft bleibt da mal außen vor. solange ich für 20 ct/kwh strom kriee ist es billig.

Mal was philosophisches: was sollte es mich stören, wenn jetzt ein AKW hochgeht. Dann ist es halt so. entweder krebs oder glück. Das Leiden kommt sdchließlich erst dann wen es akut ist. warum sollte ich mir Sorgen um die Zukunft machen? Ich lebe im hier und jetzt.
 
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